Highlights auf der Halbinsel Snæfellsnes – Islands Vielfalt auf kleinem Raum
Die Snæfellsnes liegt im Westen Islands und wird oft als eine der abwechslungsreichsten Regionen des Landes beschrieben. Auf vergleichsweise kleiner Fläche findest du hier Vulkankrater, Lavafelder, Wasserfälle, Küstenorte und weite Ausblicke auf das Meer.
Im Zentrum der Halbinsel liegt der Snæfellsjökull, ein Gletscher auf einem Vulkan, der die Landschaft und die Stimmung der Region stark prägt. Er ist nicht nur ein markanter Orientierungspunkt, sondern auch literarisch bekannt: Jules Verne wählte ihn in seinem Roman Reise zum Mittelpunkt der Erde als Ausgangspunkt für die fiktive Reise ins Erdinnere.
Viele verbinden Snæfellsnes vor allem mit dem Kirkjufell oder kurzen Fotostopps. Wer sich jedoch etwas mehr Zeit nimmt, merkt schnell, dass die wunderschöne Halbinsel deutlich mehr zu bieten hat. Kleine Wanderungen, Spaziergänge entlang der Küste und ruhige Stopps abseits der bekannten Spots machen den Reiz dieser Region aus.
Die folgenden Sehenswürdigkeiten geben dir einen guten Überblick und helfen dir dabei, deine Zeit auf Snæfellsnes sinnvoll zu planen.
Route & Karte – Rundreise über die Snaefellsnes Halbinsel
Die Halbinsel Snaefellsnes im Westen Islands lässt sich gut im Rahmen einer kurzen Rundreise erkunden. Für einen entspannten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltest du zwei bis drei Tage einplanen. So bleibt genug Zeit für kleine Spaziergänge, kurze Wanderungen und spontane Stopps entlang der Küste.
Durch die Nähe zu Reykjavík eignet sich die Snaefellsnes Halbinsel gut für einzelne Tagesausflüge. Viele nutzen Reykjavík als feste Basis und fahren von dort gezielt einzelne Abschnitte an. Alternativ werden auch geführte Tagestouren ab Reykjavík angeboten, die mehrere Highlights an einem Tag verbinden und sich besonders eignen, wenn du ohne eigenes Fahrzeug unterwegs bist.
Auf der folgenden Google-Maps-Karte findest du die wichtigsten Highlights der Halbinsel. So bekommst du einen guten Überblick über die Entfernungen und kannst dir deine Route flexibel zusammenstellen – je nach Zeit, Wetter und persönlichem Interesse.
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Grundarfoss – kurzer Stopp mit Blick auf den Wasserfall
Der Grundarfoss liegt am nördlichen Rand der Snæfellsnes-Halbinsel und ist ein unkomplizierter Halt direkt an der Route. Der Wasserfall stürzt über eine Felskante in die Tiefe und ist gut sichtbar, ohne dass man lange laufen muss.
Vom Parkplatz führt ein kurzer Weg in Richtung Aussichtspunkt. Sehr nah kommt man an den Wasserfall allerdings nicht heran, der Blick bleibt etwas auf Distanz. Dafür öffnet sich die Landschaft rundherum, und bei gutem Licht ergeben sich schöne Perspektiven mit den umliegenden Bergen im Hintergrund. Nach Regen oder während der Schneeschmelze führt Grundarfoss deutlich mehr Wasser und wirkt dann lebendiger.
Der Grundarfoss ist kein Ort, an dem man lange verweilt. Als kurzer Zwischenstopp auf der Fahrt ist es jedoch eine willkommene Abwechslung – vor allem, wenn man ohnehin auf dem Weg zu größeren Highlights unterwegs ist.
Kirkjufellsfoss & Berg Kirkjufell – bekanntestes Fotomotiv der Halbinsel
Der Kirkjufell ist der wohl bekannteste Berg der Snæfellsnes-Halbinsel und eines der meistfotografierten Motive Islands. Mit seiner markanten, fast symmetrischen Form ragt der rund 460 Meter hohe Berg direkt an der Küste bei Grundarfjörður auf. In Kombination mit dem davorliegenden Kirkjufellsfoss entsteht das klassische Bild, das viele von der Halbinsel kennen.
Der Wasserfall selbst besteht aus mehreren kleinen Kaskaden, die sich gut von den angelegten Wegen aus betrachten und fotografieren lassen. Je nach Jahreszeit und Wasserstand verändert sich der Eindruck stark – im Sommer wirkt die Umgebung grün und offen, im Winter sorgen Schnee und Eis für eine ganz andere Stimmung. Auch Licht und Wetter spielen hier eine große Rolle, weshalb viele etwas länger bleiben.
Der Parkplatz ist kostenpflichtig und gut organisiert. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zu den Aussichtspunkten rund um den Wasserfall. Trotz der Beliebtheit ist der Besuch unkompliziert, allerdings kann es zu Stoßzeiten entsprechend voll werden – besonders bei Sonnenauf- oder -untergang.
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Svöðufoss – ruhiger Wasserfall mit Basaltsäulen
Der Svöðufoss liegt etwas abseits der Hauptstraße und gehört zu den ruhigeren Wasserfällen auf der Snæfellsnes-Halbinsel. Der Wasserfall stürzt über eine Felswand aus Basaltsäulen nach unten, die ihm sein markantes Aussehen verleihen.
Vom kostenlosen Parkplatz führt ein gut ausgebauter Weg durch eine offene Landschaft direkt zum Wasserfall. Man kommt relativ nah heran, sodass sich die Struktur der Basaltsäulen gut erkennen lässt. Der Spaziergang ist kurz und angenehm und lässt sich ohne große Anstrengung machen.
Wenn du vor Ort noch etwas bleiben möchtest, Fotos machst oder einfach die Ruhe genießt, solltest du rund eine Stunde einplanen. Svöðufoss eignet sich gut als entspannter Zwischenstopp abseits der bekannten Hotspots.
Vulkankrater Saxhóll – kurzer Aufstieg mit weitem Blick auf ein Lavafeld
Der Saxhóll Crater ist ein gut zugänglicher Vulkankrater im Westen der Halbinsel. Mit einem Alter von rund 700.000 Jahren gehört er zu den älteren Kratern der Region und zeigt gut, wie stark der Vulkanismus diese Landschaft geprägt hat.
Der Aufstieg ist sehr gut ausgebaut und erfolgt über eine stabile Metalltreppe. Dadurch eignet sich der Besuch auch für alle, die keine längere Wanderung einplanen möchten. Oben angekommen kannst du direkt in den Krater blicken und hast gleichzeitig einen weiten Ausblick auf die umliegende Landschaft, das riesige Lavafeld, das sich bis zur Küste zieht und bei klarer Sicht auch auf den Snaefellsjökull Gletscher.
Der Parkplatz ist kostenlos und liegt direkt am Krater. Für Auf- und Abstieg sowie einen kurzen Aufenthalt am Rand solltest du rund 30 Minuten einplanen. Saxhóll ist ein unkomplizierter Stopp, der sich gut zwischen anderen Highlights einbauen lässt.
Lóndrangar – markante Basaltfelsen an der Küste
Die Lóndrangar gehören zu den bekanntesten Felsformationen auf der Snæfellsnes-Halbinsel. Zwei hohe Basaltfelsen ragen hier direkt aus dem Meer und sind Überreste eines alten Vulkankraters, der im Laufe der Zeit durch Wind und Wellen stark erodiert wurde.
Vom kostenlosen Parkplatz aus führen gut angelegte Wege zu mehreren Aussichtsplattformen, wo du einen atemberaubenden Blick auf die Küste und die Felsformationen hast. Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, lohnt es sich, den Weg weiter in Richtung der Felsen zu gehen. So verändert sich die Perspektive immer wieder, und du bekommst einen besseren Eindruck von der Größe und Lage der Lóndrangar in der Landschaft.
Je nach Wetter wirkt der Ort ruhig und weit oder sehr rau, wenn Wind und Wellen stärker sind. Auch für Vogelbeobachtungen ist die Gegend bekannt, mit etwas Glück lassen sich Seevögel oder sogar Robben entdecken.
Für den Besuch solltest du ungefähr eine Stunde vorsehen. So bleibt genug Zeit für den Spaziergang, die Aussichtspunkte und kurze Pausen zwischendurch.
Arnarstapi – Küstenspaziergang zur Felsformation Gatklettur
Arnarstapi ist ein charmanter, kleiner Ort an der Südküste der Snæfellsnes-Halbinsel und vor allem für seinen Küstenweg bekannt. Der gut ausgebaute Weg führt direkt entlang der Steilküste und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer und die Lavaformationen.
Ein bekanntes Motiv ist der Gatklettur, ein natürlicher Felsbogen an der Küste. Der Weg dorthin ist leicht zu gehen und auch ohne Wandererfahrung gut machbar. Bei klarer Sicht kannst du von hier aus bis zum Snæfellsjökull schauen. Entlang des Küstenwegs steht auch die Statue des Bárður Snæfellsás. Sie erinnert an eine Gestalt aus der isländischen Sagenwelt, die als Schutzfigur der Region gilt.
Arnarstapi ist oft gut besucht, da hier regelmäßig Touristenbusse halten. Für den Spaziergang, kurze Pausen und Fotostopps solltest du etwa eine Stunde einplanen.
Rauðfeldsgjá Gorge – enge Schlucht im Fels
Die Rauðfeldsgjá ist eine schmale Schlucht an der Südküste der Snæfellsnes-Halbinsel und wirkt aus der Entfernung eher unscheinbar. Erst wenn man näher kommt, erkennt man den riesigen, schmalen Spalt im Felsen, der sich überraschend tief in den Berg zieht.
Vom kostenlosen Parkplatz sind es nur wenige Minuten bis zum Eingang der Schlucht. Wie weit du hineingehen kannst, hängt stark vom Wasserstand ab. Bei wenig Wasser ist es möglich, weiter in die Schlucht vorzudringen; tief im Inneren befindet sich ein kleiner Wasserfall, der allerdings nicht immer erreichbar ist. Bei viel Wasser endet der Besuch oft schon nach kurzer Strecke.
Der Untergrund ist rutschig und stellenweise nass, daher sind feste, wasserfeste Schuhe wichtig. Bei starkem Regen oder nach längeren Niederschlägen kann der Wasserstand schnell ansteigen, dann solltest du besser auf das Hineingehen verzichten und die Schlucht nur von außen anschauen.
Búðir & Búðakirkja – schwarze Kirche im Lavafeld
Búðir liegt an der Südküste der Snæfellsnes-Halbinsel und ist vor allem für die Búðakirkja bekannt. Die kleine schwarze Kirche steht mitten in einem Lavafeld, mit Blick auf die Küste und die umliegenden Berge. Die offene Landschaft und die klare Form der Kirche prägen den Ort und sind ein beliebtes Fotomotiv.
Die heutige Kirche wurde 1948 auf den Grundmauern früherer Kirchen neu errichtet. Rundherum liegen alte Grabsteine, Lavafelder und einfache Wege, die sich gut für einen kurzen Spaziergang eignen. Viel mehr braucht es hier nicht – der Ort lebt von seiner ruhigen Lage und der besonderen Stimmung.
Búðakirkja ist ein sehr bekanntes Fotomotiv, entsprechend halten hier regelmäßig Touristenbusse. Wenn mehrere Busse gleichzeitig ankommen, kann es kurzzeitig voll werden. Mit etwas Geduld oder zu Randzeiten wirkt der Ort jedoch schnell wieder ruhig.
Der Parkplatz liegt direkt bei der Kirche und ist kostenlos. Viele Besucher halten hier nur kurz für ein Foto und fahren dann weiter. Wenn man jedoch ein ruhiges Zeitfenster erwischt, lädt die Umgebung auch dazu ein, etwas länger zu bleiben und die Stimmung auf sich wirken zu lassen.
Camper & Roadtrip-Tipps für die Snæfellsnes-Halbinsel
Die Snæfellsnes-Halbinsel lässt sich sehr gut mit Mietwagen oder Camper erkunden. Die Straßen sind größtenteils asphaltiert, die Distanzen überschaubar und viele Highlights liegen direkt an der Route oder nur wenige Minuten davon entfernt. Das macht die Region angenehm zu planen – ohne lange Fahrtage.
Viele Reisende nutzen Reykjavík als Basis und fahren einzelne Abschnitte der Halbinsel als Tagesausflug an. Wer mehr Zeit mitbringt, erkundet Snæfellsnes als Rundreise über zwei bis drei Tage und kann unterwegs spontan Stopps einlegen oder kurze Spaziergänge und Wanderungen einbauen.
Mit dem Camper ist Snæfellsnes besonders entspannt. Im Sommer gibt es viele einfache Camping- und Stellplätze, die gut über die Halbinsel verteilt sind. Auch im Winter sind noch einige Plätze geöffnet, sodass die Region grundsätzlich ganzjährig bereist werden kann. Wichtig ist, die Regeln zu beachten: Wildcamping ist in Island nicht erlaubt, übernachtet wird nur auf offiziellen Plätzen.
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Geführte Touren zur Halbinsel Snaefellsnes ab Reykjavik
Wer ohne eigenes Fahrzeug unterwegs ist oder nur wenig Zeit zur Verfügung hat, kann die Snæfellsnes-Halbinsel auch im Rahmen geführter Touren ab Reykjavik besuchen. Diese Touren sind meist als Tagesausflug organisiert und decken mehrere bekannte Highlights an einem Tag ab.
Typische Stopps sind der Kirkjufell, Küstenorte wie Arnarstapi, markante Felsformationen oder Wasserfälle entlang der Route. Der Vorteil: Man muss sich nicht selbst um Strecke, Wetter oder Straßenbedingungen kümmern und bekommt trotzdem einen guten Eindruck von der Halbinsel. Gerade im Winter oder bei wechselhaftem Wetter kann das eine entspannte Alternative sein.
Viele dieser Touren starten früh morgens in Reykjavík und kehren am Abend zurück. Wer Reykjavík ohnehin als Ausgangspunkt nutzt, kann Snæfellsnes so gut in den Reiseplan integrieren, ohne Unterkunft wechseln zu müssen.
Wenn du Reykjavík als Basis nutzt und auch die Hauptstadt Islands genauer erkunden möchtest, findest du weitere Tipps, Highlights und Abstecher im separaten Reykjavík City Guide, in dem ich die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten ausführlich vorstelle.
Fazit – Highlights rund um den Gletscher Snæfellsjökull
Die Snæfellsnes-Halbinsel lässt sich gut als Rundreise über zwei bis drei Tage erkunden, eignet sich aber genauso für Tagestouren ab Reykjavík. Die kurzen Distanzen machen die Planung flexibel, egal ob man mehrere Tage unterwegs ist oder nur einzelne Highlights ansteuert.
Zwar sind bekannte Orte wie der Kirkjufell oder Arnarstapi oft gut besucht, dennoch findet man auf der Halbinsel auch ruhigere und abgelegenere Plätze. Vor allem abseits der Hauptzeiten oder mit kleinen Abstechern lassen sich Landschaften entdecken, in denen es deutlich entspannter zugeht.
Snæfellsnes bietet damit eine gute Mischung aus bekannten Sehenswürdigkeiten und stilleren Momenten – ideal, um Island kompakt zu erleben, ohne ständig lange Strecken zurücklegen zu müssen.
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