Gibraltar Sehenswürdigkeiten – das erwartet dich bei einem Tagesausflug
Gibraltar ist klein, aber ziemlich vielseitig. Die Stadt liegt direkt an der Südspitze Spaniens und gehört als britisches Überseegebiet eigentlich zu Großbritannien. Das merkst du auch vor Ort – mit englischen Straßenschildern, roten Telefonzellen und britischen Einflüssen im Alltag.
Bekannt ist Gibraltar vor allem für den Felsen von Gibraltar, auch als Affenberg bekannt. Der Felsen ist rund 400 Meter hoch und prägt die gesamte Landschaft. Oben erwarten dich nicht nur die frei lebenden Berberaffen, sondern auch mehrere Aussichtspunkte mit Blick bis nach Afrika. Dazu kommen Highlights wie die Tropfsteinhöhle St. Michael’s Cave oder die Great Siege Tunnels, ein verzweigtes Tunnelsystem, das früher zur Verteidigung genutzt wurde.
Alles liegt relativ nah beieinander, trotzdem brauchst du etwas Zeit für den Felsen. Du kannst entweder zu Fuß hinaufgehen oder mit der Seilbahn fahren und die einzelnen Spots von oben aus verbinden. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltest du daher genug Zeit einplanen – am besten einen vollen Tag, vor allem wenn du den Felsen in Ruhe erkunden möchtest.
Einreise nach Gibraltar – Grenze, Flughafen & Besonderheiten
Die Einreise nach Gibraltar ist unkompliziert, läuft aber etwas anders ab als innerhalb Spaniens. Gibraltar gehört nicht zur EU, deshalb überquerst du hier tatsächlich eine Grenze – auch wenn du direkt aus Spanien kommst. In der Regel reicht ein gültiger Personalausweis, trotzdem kann es je nach Tageszeit zu kurzen Wartezeiten kommen.
Das erste ungewöhnliche Highlight folgt direkt danach: Hinter der Grenze überquerst du zu Fuß oder mit dem Auto das Rollfeld des Flughafens. Die Straße führt quer über das Rollfeld, und sobald ein Flugzeug startet oder landet, wird der Verkehr kurz gestoppt. Danach geht es ganz normal weiter. Das wirkt im ersten Moment ungewohnt, ist aber vor Ort komplett organisiert und sicher.
Nach der Landebahn bist du im Prinzip schon in der Stadt Gibraltar angekommen. Von hier aus erreichst du das Zentrum rund um die Main Street in wenigen Minuten zu Fuß. Genau deshalb ist es oft entspannter, das Auto auf der spanischen Seite stehen zu lassen und den Rest zu Fuß zu machen.
Gibraltar im Überblick – britische Stadt, Main Street & erste Sehenswürdigkeiten
Sobald du die Grenze und die Landebahn hinter dir gelassen hast, fällt schnell der britische Einfluss auf. Englisch ist Amtssprache, gezahlt wird mit britischen Pfund und viele Details erinnern eher an Großbritannien als an Spanien. Gleichzeitig bleibt der mediterrane Einfluss spürbar, vor allem durch das Klima und die Lage am Meer.
Nicht weit von der Grenze entfernt beginnt das Zentrum mit der Main Street. Die Straße zieht sich durch die Altstadt und ist die wichtigste Verbindung vor Ort. Hier findest du Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants, alles relativ nah beieinander.
Am nördlichen Ende liegt der Casemates Square, ein offener Platz mit vielen Lokalen, der sich gut als Startpunkt eignet. Von hier aus kannst du dich einfach durch die Stadt treiben lassen und bekommst schnell ein Gefühl für Gibraltar.
Bevor du dich dem eigentlichen Highlight widmest – dem Felsen von Gibraltar – lohnt es sich, kurz durch die Stadt zu gehen und einen ersten Eindruck zu bekommen. Danach geht es hinauf auf den Affenberg, wo dich die bekanntesten Sehenswürdigkeiten erwarten.
Der Affenberg – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Felsen von Gibraltar
Der Felsen von Gibraltar ist das zentrale Highlight vor Ort. Hier oben liegen die meisten Sehenswürdigkeiten, die sich gut miteinander verbinden lassen – von Aussichtspunkten über Höhlen bis hin zu den berühmten Berberaffen. Für den Zugang zum Upper Rock Nature Reserve brauchst du ein Ticket*, das die wichtigsten Spots auf dem Felsen abdeckt.
Am einfachsten ist es, mit der Seilbahn nach oben zu fahren und dann zu Fuß wieder nach unten zu laufen. So kommst du automatisch an den wichtigsten Highlights vorbei. Alternativ kannst du auch alles zu Fuß machen und zum Beispiel über die Mediterranean Steps aufsteigen. Das ist etwas anstrengender, gibt dir aber nochmal eine andere Perspektive auf den Felsen.
Plane für den Besuch ausreichend Zeit ein, da die Wege länger sind, als sie auf den ersten Blick wirken, und es auf dem Weg viel zu entdecken gibt.
Vor Ort fahren außerdem Taxis und Minibusse über den Felsen, die dich zu den wichtigsten Spots bringen, wenn du nicht alles selbst laufen möchtest.
👉 Auf der folgenden Google Maps Karte findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Gibraltar übersichtlich markiert, sodass du deine Route gut planen kannst.
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Skywalk – Aussicht über Europa und Afrika
Oben angekommen lohnt sich einer der ersten Stopps direkt beim Skywalk. Die Plattform ragt über den Felsen hinaus und bietet einen freien Blick über die Straße von Gibraltar. Bei klarem Wetter kannst du von hier aus bis nach Afrika schauen – ein ziemlich besonderer Moment, vor allem weil die Distanz überraschend gering wirkt.
Der Skywalk gehört zu den neueren Aussichtspunkten und ist gut zugänglich. Viele kommen direkt nach der Seilbahn hier vorbei, weshalb es je nach Tageszeit etwas voller sein kann. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Stopp, um die Aussicht zu genießen und einen ersten Eindruck vom Felsen zu bekommen.
Von hier aus bekommst du auch ein gutes Gefühl dafür, wie sich die weiteren Highlights auf dem Felsen verteilen. Viele Wege führen von diesem Bereich weiter zu den nächsten Sehenswürdigkeiten, sodass sich der Skywalk gut als Einstieg in deine Route eignet.
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Die Berberaffen – frei lebende Affen in Europa
Eines der bekanntesten Highlights auf dem Felsen sind die Berberaffen. Sie leben hier frei und bewegen sich rund um die Wege und Aussichtspunkte, vor allem im Bereich des sogenannten Apes Den. Es sind die einzigen frei lebenden Affen in Europa und gehören fest zu Gibraltar dazu.
Die Tiere sind an Menschen gewöhnt und halten sich oft direkt an den Wegen auf. Dadurch kommst du ihnen teilweise sehr nah, ohne aktiv danach suchen zu müssen. Gerade rund um das Apes Den hast du gute Chancen, mehrere Tiere gleichzeitig zu sehen.
Trotzdem solltest du etwas Abstand halten und nichts zu essen offen zeigen. Füttern ist verboten und kann auch schnell dazu führen, dass die Affen aufdringlich werden. Wenn du dich ruhig verhältst und ihnen Raum lässt, kannst du sie gut beobachten, ohne dass es unangenehm wird.
Für viele ist die Begegnung mit den Berberaffen eines der Highlights auf dem Felsen – vor allem, weil sie sich ganz natürlich in der Umgebung bewegen.
St. Michael’s Cave – Tropfsteinhöhle im Felsen
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf dem Felsen ist die St. Michael’s Cave. Die Tropfsteinhöhle liegt etwas unterhalb der oberen Aussichtspunkte und lässt sich gut in deine Route einbauen, egal ob du von oben nach unten läufst oder dich nur auf dem Felsen bewegst und für beide Wege das Cable Car bevorzugst.
Im Inneren der Tropfsteinhöhlen erwarten dich große Hallen mit Stalaktiten und Stalagmiten, die über Jahrtausende entstanden sind und teilweise beleuchtet werden. Die Höhle ist deutlich größer, als man von außen vermuten würde, und besteht aus mehreren Kammern, die durch angelegte Wege verbunden sind. Zusätzlich gibt es eine kleine Lichtshow, die den Besuch noch etwas abwechslungsreicher macht.
Die Höhle gehört zu den Klassikern auf dem Felsen und ist im Ticket für das Naturschutzgebiet Upper Rock enthalten. Wenn du schon oben bist, lohnt sich ein kurzer Abstecher auf jeden Fall, auch wenn du dich sonst eher auf Aussichtspunkte konzentrierst.
O’Hara’s Battery – höchster Punkt auf dem Felsen
Einer der höchsten Punkte auf dem Felsen ist die O’Hara’s Battery. Von hier oben hast du eine der besten Aussichten in ganz Gibraltar – über die Stadt, die Küste und bei klarer Sicht bis nach Afrika. Gerade weil du hier ganz oben stehst, bekommst du ein gutes Gefühl dafür, wie exponiert der Felsen eigentlich liegt.
Die Anlage stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und diente ursprünglich als Verteidigungsstellung. Die große Kanone, die du heute noch sehen kannst, wurde damals installiert, um feindliche Schiffe frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Position zwar spektakulär, aber auch oft in Wolken gehüllt war – was die Sicht und damit den militärischen Nutzen einschränkte.
Neben der Aussicht kannst du auch einen Blick in die unterirdischen Bereiche werfen. In den Räumen unterhalb der Anlage sind verschiedene Ausstellungsstücke zur Geschichte des Felsens und der Verteidigungsanlagen zu sehen, die den Ort nochmal greifbarer machen.
O’Hara’s Battery liegt ganz am oberen Ende des Felsens und gehört zu den hintersten Punkten, die du erreichst, bevor es wieder zurück nach unten geht.
Windsor Suspension Bridge – kurzer Stopp mit Blick über die Stadt
Die Windsor Suspension Bridge liegt auf dem Weg nach unten und lässt sich gut in deine Route einbauen, ohne dass du einen großen Umweg machen musst. Wenn du den Felsen zu Fuß nach unten gehst, kommst du hier fast automatisch vorbei.
Die Hängebrücke ist nicht besonders lang, bietet aber eine schöne Aussicht – vor allem über die Stadt und in Richtung Küste. Beim Überqueren bekommst du nochmal eine andere Perspektive als von den klassischen Aussichtspunkten weiter oben.
Der Abstecher dauert nicht lange und lässt sich gut mit den anderen Highlights verbinden. Wenn du ein bisschen Zeit hast, lohnt sich ein kurzer Stopp auf jeden Fall.
Great Siege Tunnels – Einblick in die Geschichte
Auf dem Weg nach unten kommst du an den Great Siege Tunnels vorbei. Dabei handelt es sich um ein verzweigtes Tunnelsystem, das während der Großen Belagerung von Gibraltar im 18. Jahrhundert in den Felsen geschlagen wurde.
Damals wurde Gibraltar über mehrere Jahre hinweg belagert, und die britischen Truppen begannen, Tunnel in den Felsen zu treiben, um von dort aus Kanonen zu positionieren. Die Idee war, neue Schusswinkel zu schaffen und den Gegner besser im Blick zu behalten. Aus einfachen Durchbrüchen entwickelte sich mit der Zeit ein immer größeres Netzwerk an Gängen.
Heute kannst du durch Teile dieser Tunnel laufen und bekommst einen guten Eindruck davon, unter welchen Bedingungen hier gearbeitet wurde. Immer wieder öffnen sich kleine Schießscharten mit Blick nach draußen – genau von diesen Stellen aus wurde früher verteidigt. Gleichzeitig bieten sie auch heute noch interessante Ausblicke auf die Umgebung.
Die Tunnels liegen nicht direkt auf dem Hauptweg, sondern erfordern einen kleinen Umweg auf dem Weg nach unten – der sich aber auf jeden Fall lohnt.
Moorish Castle – Festung auf dem Weg zurück in die Stadt
Das Moorish Castle liegt etwas oberhalb der Stadt und ist eine der ältesten Sehenswürdigkeiten in Gibraltar. Teile der Anlage stammen ursprünglich aus dem Mittelalter und zeigen, wie lange der Felsen schon strategisch genutzt wurde.
Wenn du vom Felsen nach unten läufst, kannst du das Moorish Castle gut in deine Route einbauen – vor allem auf dem Weg von den Great Siege Tunnels zurück in Richtung Stadt. So verbindest du den Abstieg direkt mit einem weiteren Highlight.
Besonders auffällig ist der markante Turm, der schon von unten gut sichtbar ist. Vor Ort kannst du Teile der Anlage auch von innen besichtigen und bekommst einen besseren Eindruck davon, wie die Festung früher genutzt wurde.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Gibraltar
Neben dem 426 Meter hohen Felsen von Gibraltar gibt es noch einige weitere Attraktionen, die sich gut in deinen Besuch einbauen lassen – vor allem, wenn du noch etwas Zeit hast oder deinen Tag entspannter angehen möchtest.
Ein bekannter Punkt ist der Europa Point am südlichen Ende von Gibraltar. Von hier aus hast du einen freien Blick auf die Straße von Gibraltar und in Richtung Afrika. Außerdem stehen hier ein Leuchtturm und eine Moschee, was den Ort optisch nochmal besonders macht. Der Europa Point liegt etwas abseits vom Zentrum, lässt sich aber gut mit dem Auto oder Taxi erreichen.
Ebenfalls interessant ist der Hafen von Gibraltar, vor allem wenn du dich für die maritime Seite des Ortes interessierst. Hier liegen oft größere Schiffe, und du bekommst nochmal einen anderen Eindruck von Gibraltar als an den Aussichtspunkten auf dem Felsen.
Wenn du zwischendurch etwas Zeit am Meer verbringen möchtest, gibt es auch einige kleinere Strände. Besonders bekannt sind der Eastern Beach, die Catalan Bay und die Sandy Bay. Sie liegen verteilt entlang der Küste und sind eher einfache Stadtstrände – gut für eine kurze Pause, aber nicht der Hauptgrund für einen Besuch.
Anreise und Unterkünfte in Gibraltar
Gibraltar lässt sich gut im Rahmen einer Reise durch Südspanien erreichen. Die meisten kommen mit dem Auto und fahren bis zur Grenze auf der spanischen Seite. Dort gibt es Parkmöglichkeiten, von denen aus du Gibraltar gut zu Fuß erreichst.
Die Einfahrt mit dem eigenen Auto nach Gibraltar ist grundsätzlich möglich, im Alltag aber oft umständlich. Verkehr und Parkplatzsuche können Zeit kosten, weshalb es meist entspannter ist, das Auto vorher abzustellen und den Rest zu Fuß zu machen.
Alternativ gibt es auch Busverbindungen aus der Umgebung, vor allem aus größeren Orten in Andalusien. Für einen Tagesausflug ist das eine einfache Option, wenn du ohne Auto unterwegs bist.
Übernachten kannst du direkt in Gibraltar, die Auswahl ist aber begrenzt und oft etwas teurer als in Spanien. Viele entscheiden sich daher für Unterkünfte in der Umgebung und besuchen Gibraltar als Tagesausflug. Orte in der Nähe bieten meist mehr Auswahl und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Gibraltar mit dem Camper – Parken & Tipps
Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, solltest du dein Fahrzeug am besten auf der spanischen Seite vor der Grenze stehen lassen. Die Einfahrt nach Gibraltar ist zwar möglich, aber mit größeren Fahrzeugen schnell unübersichtlich und die Parkplatzsuche vor Ort oft schwierig.
Eine praktische Option ist ein Stellplatz in der Nähe des Hafens auf spanischer Seite, nur wenige Minuten von der Grenze entfernt. Von dort aus kannst du Gibraltar bequem zu Fuß erreichen. Der Platz eignet sich nicht nur zum Parken, sondern auch zum Übernachten, wenn du Gibraltar entspannt ohne Zeitdruck erkunden möchtest.
Alternativ gibt es weitere Parkmöglichkeiten rund um die Grenze, von denen aus du direkt zu Fuß hinübergehst. Das ist in den meisten Fällen die einfachste und stressfreieste Lösung.
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Fazit – Lohnt sich Gibraltar als Tagesausflug?
Gibraltar ist ein ungewöhnliches Reiseziel, das sich deutlich von den umliegenden Orten in Südspanien unterscheidet. Vor allem der Felsen von Gibraltar mit dem Affenberg, den Aussichtspunkten und den verschiedenen Sehenswürdigkeiten macht den Besuch besonders.
Wenn du in der Region unterwegs bist, lohnt sich ein Abstecher auf jeden Fall. Durch die kompakte Größe kannst du vieles an einem Tag sehen, ohne dass es stressig wird. Gleichzeitig bietet der Felsen genug Abwechslung, um mehrere Stunden dort zu verbringen.
Am besten funktioniert Gibraltar als Tagesausflug im Rahmen einer Reise durch Andalusien. Mit etwas Planung lässt sich der Besuch gut mit anderen Stopps verbinden und bringt nochmal eine ganz andere Perspektive in die Reise.
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