Nordisland Highlights – die schönsten Sehenswürdigkeiten im Norden Islands

Nordisland zeigt Island von einer ruhigen und ursprünglichen Seite. Weite Landschaften, Vulkangebiete, Wasserfälle und Küstenorte prägen den Norden des Landes. Viele Sehenswürdigkeiten liegen entlang der Ringstraße und lassen sich gut in eine Island Rundreise einbauen. In diesem Beitrag findest du die schönsten Highlights im Norden Islands – mit Tipps und Empfehlungen für deine Island Reise.

Stuðlagil – Basaltfelsen am Gletscherfluss - Nordisland Highlights
👤 Colin Kläy 

📅 30.05.2026

🕒 11 Minuten Lesezeit

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Nordisland – Highlights im Norden Islands entdecken

Nordisland unterscheidet sich deutlich vom Süden Islands. Die Landschaft ist offener, die Orte liegen weiter auseinander und das Reisen fühlt sich insgesamt entschleunigter an. Vulkangebiete, Wasserfälle, Seen und Küstenabschnitte prägen den Norden von Island und sorgen für viel Abwechslung, ohne dass es hektisch wirkt.

Viele Sehenswürdigkeiten im Norden Islands liegen entlang der Ringstraße oder sind mit kurzen Abstechern erreichbar. Dadurch lässt sich Nordisland gut in eine Island Rundreise integrieren, vor allem als Teil der Ringstraße oder in Kombination mit Ostisland. Gleichzeitig eignet sich die Region auch für alle, die bewusst etwas mehr Zeit einplanen und Island abseits der meistbesuchten Gegenden erleben möchten.

Gerade wer Natur, Weite und ruhige Landschaften schätzt, findet im Norden Islands viele tolle Stopps. Mit etwas Planung lassen sich bekannte Highlights und ruhigere Orte gut miteinander verbinden – ohne lange Umwege oder ein dichtes Programm.

Hengifoss Nordisland Highlights

Route & Überblick – Nordisland entlang der Ringstraße

Nordisland lässt sich gut entlang der Ringstraße erkunden. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Strecke oder sind mit kurzen Abstechern erreichbar. Dadurch eignet sich der Norden Islands ideal als Abschnitt einer längeren Island Rundreise.

Je nach Reiseroute erreicht man Nordisland entweder von Westen oder Osten kommend. Wer die Ringstraße fährt, merkt schnell, dass die Abstände zwischen den Orten größer werden und sich das Reisen insgesamt ruhiger anfühlt. Es gibt weniger Stopps als im Süden, dafür mehr offene Landschaft, weniger Verkehr und weniger Touristen.

Gerade deshalb lohnt es sich, für Nordisland etwas Zeit einzuplanen. Viele Orte wirken besonders beeindruckend, wenn man kurz zu Fuß unterwegs ist oder eine kleine Wanderung macht. Mit Mietwagen oder Camper reist man hier unkompliziert, Campingplätze sowie Ferienhäuser und kleinere Unterkünfte findet man entlang der Strecke regelmäßig.

Auf der folgenden Karte findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden Islands eingezeichnet. Sie hilft dabei, Entfernungen besser einzuschätzen und die Route entspannt zu planen.

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Akureyri – Perle des Nordens mit bekanntem botanischem Garten

Akureyri ist die größte Stadt in Nordisland und wird oft als Perle des Nordens bezeichnet. Trotz ihrer Größe wirkt die Stadt überschaubar und entspannt. Das Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, Cafés, kleine Läden und Restaurants liegen nah beieinander.

Die Stadt liegt am Eyjafjörður, einem der längsten Fjorde Islands. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang des Wassers, mit Blick auf den Fjord und die umliegenden Berge. Auch der Botanische Garten von Akureyri ist einen kurzen Besuch wert und eignet sich gut für eine Pause während der Rundreise.

Akureyri ist außerdem ein praktischer Stopp für Übernachtungen. Es gibt Supermärkte, Tankstellen, Unterkünfte und ein öffentliches Schwimmbad mit warmem Wasser. Viele Reisende nutzen die Stadt als Basis, um die Highlights im Norden Islands zu erkunden, bevor es weiter entlang der Ringstraße geht.

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Goðafoss – bekannter Wasserfall in Nordisland

Der Goðafoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands und liegt direkt an der Ringstraße. Dadurch ist er leicht erreichbar und ein häufiger Stopp auf einer Rundreise durch Nordisland. Trotz seiner guten Lage wirkt der Wasserfall offen und weitläufig, sodass sich die Besucher gut verteilen.

Der Fluss Skjálfandafljót stürzt hier in einer breiten, hufeisenförmigen Kante über mehrere Arme in die Tiefe. Besonders eindrucksvoll ist der Goðafoss bei hohem Wasserstand, aber auch bei ruhigerem Wetter zeigt er eine starke Präsenz. Mehrere Aussichtspunkte ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, ohne lange Wege zurücklegen zu müssen.

Der Goðafoss eignet sich gut für einen kurzen Stopp, lässt sich aber auch mit einem kleinen Spaziergang entlang des Flusses verbinden. Gerade am frühen Morgen oder am Abend ist die Stimmung hier oft ruhiger. Durch seine Lage zwischen Akureyri und der Mývatn-Region passt der Wasserfall ideal in jede Route durch den Norden Islands.

Goðafoss – bekannter Wasserfall in Nordisland

Mývatn – Thermalgebiet Hverir, Lavafeld Kolugljúfur & Vulkansystem Krafla

Rund um den Mývatn ist die vulkanische Aktivität Islands besonders gut sichtbar. Lavafelder, Krater und geothermale Gebiete liegen hier nah beieinander. Die Landschaft wirkt karg und weit, gleichzeitig aber abwechslungsreich und gut zugänglich.

Ein häufiger Stopp ist das Geothermalgebiet Hverir. Hier steigt Dampf aus dem Boden, Schlammtöpfe blubbern leise und der Geruch von Schwefel liegt in der Luft. Der Rundweg ist kurz, aber eindrücklich und zeigt die geothermale Seite Islands sehr direkt.

Auch die Wanderung auf den Vulkankrater Hverfjall ist eine absolute Empfehlung. Der Aufstieg ist gut machbar und dauert nicht lange. Oben führt ein Weg einmal um den Kraterrand, mit weitem Blick über den See, die Lavafelder und die umliegenden Hügel. Gerade bei klarer Sicht ist das ein schöner, ruhiger Moment.

Die Lavaformationen von Dimmuborgir eignen sich gut für einen entspannten Spaziergang. Zwischen den bizarren Felsen verlaufen einfache Wege, auf denen man die Landschaft ohne große Anstrengung erkunden kann.

Der See Mývatn selbst bildet einen ruhigen Gegenpol zur vulkanischen Umgebung. Kleine Wege entlang des Ufers laden dazu ein, kurz stehen zu bleiben und die Weite auf sich wirken zu lassen.

Myvatn Island Rundreise
Geothermalgebiet Hverir

Húsavík – Whale Watching an der Küste

Húsavík liegt an der Küste im Norden Islands und wird oft als Walhauptstadt des Landes bezeichnet. Der Ort selbst ist überschaubar und wirkt ruhig, mit einem kleinen Hafen, bunten Häusern und Blick aufs Meer. Viele Reisende kommen wegen des Whale Watchings hierher, bleiben aber oft länger als geplant.

Von Húsavik aus starten zahlreiche Whale Watching Touren. Die Chancen stehen gut, mehrere Wale zu sehen, besonders Buckelwale. Die Touren dauern in der Regel ein paar Stunden und führen hinaus in die offene Bucht. Auch wenn es keine Garantie gibt, gehört Húsavík zu den verlässlichsten Orten für Walbeobachtungen in Island.

Aber auch ohne Whale-Watching-Tour lohnt sich ein Stopp. Ein Spaziergang durch den Ort oder entlang des Hafens ist entspannt, Cafés laden zu einer Pause ein. Besonders schön ist der Besuch der GeoSea. Das warme Wasser und der Blick auf das Meer bilden einen ruhigen Abschluss nach einem Tag unterwegs.

Husavik passt gut als Zwischenstopp oder Übernachtungsort. Die Atmosphäre ist angenehm unaufgeregt und bildet einen schönen Kontrast zu den vielen Naturhighlights der Umgebung.

Husavik Whale Watching

Dettifoss – kraftvoller Wasserfall in rauer Landschaft

Der Dettifoss zählt zu den wasserreichsten Wasserfällen Europas und ist ein fester Bestandteil vom Diamond Circle. Der gewaltige Wasserwall stürzt hier mit großer Wucht in eine breite Schlucht und macht die Kraft der Natur deutlich spürbar. Schon aus einiger Entfernung ist das Rauschen des Wassers zu hören.

Der Wasserfall kann von zwei Seiten besucht werden. Die Westseite ist meist die einfachere Wahl, sowohl was die Anfahrt als auch die Wege vor Ort betrifft. Im Winter ist in der Regel nur dieser Zugang geöffnet, da die andere Seite dann oft gesperrt und nicht erreichbar ist.

Von der Westseite aus lassen sich mehrere kurze Wege gut miteinander verbinden. Ein kleiner Abstecher führt flussaufwärts zum Selfoss, der deutlich kleiner ist, aber schön eingebettet im Flusslauf liegt. Der Spaziergang dazwischen ist unkompliziert und lässt sich gut in den Besuch integrieren.

Auch wenn der Dettifoss ein bekanntes Ziel ist, verteilt sich der Platz vor Ort meist gut. Wer nicht nur bis zum ersten Aussichtspunkt geht, sondern ein paar Schritte weiterläuft, erlebt den Wasserfall oft ruhiger.

Dettifoss Nordisland Highlights Diamond Circle

Stuðlagil – Basaltfelsen am Gletscherfluss

Stuðlagil ist eine markante Schlucht, die vor allem durch ihre gleichmäßigen Basaltsäulen bekannt ist. Der Gletscherfluss Jökla hat sich hier tief in das Gestein geschnitten und fließt zwischen steilen Felswänden hindurch. Die klaren Formen der Basaltsäulen machen Stuðlagil zu einem der eindrucksvollsten Orte in dieser Region.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Stuðlagil zu besuchen. Auf der Westseite befindet sich ein großer Parkplatz oberhalb der Schlucht. Von hier führen lange Treppen hinunter zu mehreren Aussichtspunkten mit Blick auf die Schlucht. Der Weg ist gut ausgebaut und eignet sich für alle, die einen kurzen und unkomplizierten Besuch planen. Man bleibt dabei eher oben, bekommt aber einen guten Überblick über die Schlucht.

Der bekanntere Zugang liegt auf der Ostseite. Hier gibt es einen kostenpflichtigen Wanderparkplatz {Link zu Google Maps}, von dem aus eine einfache Wanderung zur Schlucht startet. Der Weg ist gut machbar und dauert etwa 45 Minuten pro Richtung. Am Ende gelangt man deutlich näher an den Fluss und zu den Basaltsäulen – hier befindet sich auch der bekannte Fotospot direkt am Wasser.

Stuðlagil – Basaltfelsen am Gletscherfluss

Hengifoss – Wasserfall mit markanten Gesteinsschichten

Der Hengifoss gehört zu den höchsten Wasserfällen Islands und liegt etwas abseits der Hauptstrecken in einer offenen, ruhigen Landschaft. Besonders auffällig sind die dunklen Basaltschichten und die rötlichen Gesteinslagen, die sich deutlich im Fels abzeichnen und dem Wasserfall sein charakteristisches Aussehen geben.

Der Weg zum Hengifoss ist eine Wanderung, die vom Parkplatz stetig bergauf führt. Entlang des Flusses verlaufen zwei gut ausgebaute Wege, sodass sich der Auf- und Abstieg gut zu einer kleinen Rundwanderung kombinieren lässt. Unterwegs passiert man den Litlanesfoss, der von hohen Basaltsäulen eingerahmt ist und für viele bereits ein Highlight darstellt. Der weitere Weg ist gut ausgebaut und technisch einfach, erfordert aber etwas Zeit und Kondition.

Für den gesamten Weg sollte man rund zwei Stunden einplanen, je nach Pausen auch etwas mehr. Am Hengifoss selbst bleibt man auf Abstand – man kommt nicht sehr nah an den Wasserfall heran. Trotzdem lohnt sich die Wanderung, vor allem wegen der Landschaft, der Ruhe und der besonderen Gesteinsformationen entlang des Weges.

Hengifoss Island

Mit Mietwagen oder Camper durch Nordisland

Nordisland eignet sich sehr gut für Reisen mit Mietwagen oder Camper, vor allem wenn man nicht nur die bekanntesten Stopps anfahren möchte. Die Straßen sind größtenteils gut ausgebaut, der Verkehr ist deutlich geringer als im Süden und das Fahren insgesamt entspannter. Gleichzeitig sind die Entfernungen größer, weshalb eine realistische Reiseplanung wichtig ist.

Mit dem Mietwagen bleibt man flexibel und kann auch kleinere Abstecher oder Wanderungen spontan einbauen. Besonders für Unterkünfte außerhalb der Orte oder für abgelegenere Highlights ist ein eigenes Fahrzeug fast unverzichtbar. Ferienhäuser, Gästehäuser und kleinere Unterkünfte sind über die Region verteilt, größere Auswahl gibt es rund um Akureyri.

Für Camper ist der Norden ebenfalls gut geeignet. Campingplätze sind regelmäßig zu finden und meist unkompliziert nutzbar. Viele liegen ruhig in der Landschaft oder in der Nähe kleiner Orte. Akureyri ist ein guter Punkt für Versorgung, Tanken und kurze Pausen, bevor es weiter in weniger besiedelte Gegenden geht. Wer mit dem Camper unterwegs ist, sollte dennoch immer etwas Puffer einplanen, da die nächsten Einkaufsmöglichkeiten nicht immer direkt um die Ecke liegen.

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Beste Reisezeit für Nordisland & Winterreise

Die beste Reisezeit für einen Roadtrip durch den Norden Islands liegt zwischen Juni und September. In diesen Monaten sind alle Straßen gut befahrbar, Wanderungen problemlos möglich und die Tage lang. Auch abgelegenere Orte und längere Spaziergänge lassen sich dann gut einbauen.

Eine Winterreise in den Norden Islands hat einen ganz anderen Charakter. Die Landschaft wirkt noch offener und ruhiger, viele Orte sind kaum besucht. Mit etwas Glück zeigt sich in klaren Nächten das Nordlicht, fernab größerer Lichtquellen. Gleichzeitig erfordert der Winter mehr Flexibilität: Wetterumschwünge sind möglich, Straßen können kurzfristig gesperrt sein und die Tage sind sehr kurz. Man sollte sich darauf einstellen, nicht alles sehen zu können – einzelne Abstecher oder Wanderungen sind je nach Wetter und Straßenlage nicht immer möglich.

Die Ringstraße selbst ist jedoch ganzjährig befahrbar und wird regelmäßig geräumt. Auch viele der nahegelegenen Sehenswürdigkeiten lassen sich im Winter gut erreichen.

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Fazit – Nordisland ruhig und bewusst erleben

Der Norden Islands bietet viel Weite, abwechslungsreiche Landschaften und deutlich weniger Trubel als andere Regionen des Landes. Vulkangebiete, Wasserfälle, Küstenorte und ruhige Wanderungen lassen sich hier gut miteinander verbinden, ohne dass das Reiseprogramm zu dicht wird.

Als Teil einer längeren Rundreise oder mit bewusst eingeplanter Zeit ist Nordisland eine ideale Ergänzung. Wer gerne langsamer reist, kleine Abstecher macht und auch mal abseits der bekanntesten Stopps unterwegs ist, findet hier einige der eindrucksvollsten Landschaften Islands – ruhig, offen und authentisch.

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