Welche Route macht in 10 Tagen Island wirklich Sinn?
Island ist kein Land, das man einfach „abarbeitet“. Viele Island Sehenswürdigkeiten liegen zwar nahe der Ringstraße, trotzdem sind die Distanzen größer, als sie auf der Karte wirken. Dazu kommen Wetterumschwünge, Wind, kurze Abstecher abseits der Straße und Orte, an denen man länger bleibt als geplant – weil man es einfach möchte.
Mit zehn Tagen auf Island hat man zum ersten Mal genug Zeit, um über eine Umrundung der Insel mit einem Mietwagen oder Camper nachzudenken – vor allem im Sommer, wenn die Tage lang sind. Gleichzeitig ist die Zeit noch sehr begrenzt. Wer zu viel einplant, verbringt schnell mehr Zeit im Auto als draußen in der Landschaft. Eine Island Rundreise in 10 Tagen lebt deshalb vor allem von einer realistischen Route und dem richtigen Tempo.
Gerade hier zeigt sich oft: Weniger ist mehr. Statt möglichst viele Regionen miteinander zu verbinden, lohnt es sich häufig, sich auf einzelne Gebiete zu konzentrieren und diese intensiver zu erleben. Weniger Fahrzeit bedeutet mehr Zeit für Wasserfälle, Gletscher, heiße Quellen oder einfach dafür, an einem Ort etwas länger zu bleiben, wenn er gerade passt. Das gilt besonders für alle, die Island bereits kennen und nicht noch einmal jede Sehenswürdigkeit abhaken möchten.
Dieser Artikel soll genau dabei helfen: ein Gefühl dafür zu bekommen, was in zehn Tagen gut machbar ist, welche Art von Route zu welchem Reisetyp passt und wo man bewusst Abstriche machen sollte – ohne dass sich die Reise gehetzt anfühlt.
Island in 10 Tagen – Ringstraße oder einzelne Regionen?
Bei einer Island Rundreise in 10 Tagen gibt es im Grunde zwei Herangehensweisen. Entweder man entscheidet sich für eine komplette Umrundung Islands über die Ringstraße oder man konzentriert sich auf einzelne Regionen und plant dafür mehr Zeit ein. Beide Varianten sind möglich, unterscheiden sich aber deutlich im Reisegefühl.
Island Rundreise auf der Ringstraße
Eine Rundreise über die Ringstraße ist im Sommer grundsätzlich machbar. Die gesamte Strecke umfasst rund 1.300 Kilometer, dazu kommen Abstecher zu Sehenswürdigkeiten. Realistisch liegen viele Tagesetappen bei 150 bis 250 Kilometern.
Diese Variante ermöglicht einen guten Überblick über das Land: vom Golden Circle über die Südküste, weiter Richtung Osten, in den Norden rund um den Mývatn und schließlich zurück nach Westen. Der Fokus liegt klar auf den bekannten Highlights. Für längere Wanderungen, spontane Abstecher oder Ruhetage bleibt meist wenig Zeit. Wer sich für diese Route entscheidet, sollte gerne unterwegs sein und kein Problem mit längeren Fahrtagen haben.
Einzelne Regionen im Fokus – Westfjorde, Halbinsel Snæfellsnes & die Südküste
Deutlich entspannter ist eine regionale Route. Statt die komplette Insel zu umrunden, konzentriert man sich auf ausgewählte Gebiete. Die gefahrene Strecke ist kürzer – oft zwischen 700 und 1.000 Kilometern, je nach Kombination – und die Tage lassen sich flexibler gestalten.
Der Vorteil liegt klar in der Tiefe: mehr Zeit für Wasserfälle, Gletscher, schwarze Strände, heiße Quellen oder kurze Wanderungen. Auch Pausen und Wetterpuffer lassen sich besser einbauen. Diese Art der Route eignet sich sowohl für Island-Neulinge, die weniger Fahrstress möchten, als auch für Reisende, die Island bereits kennen und gezielt neue Regionen entdecken wollen.
Welche Variante sinnvoller ist, hängt weniger von der Anzahl der Tage als vom gewünschten Reisetempo ab. In den folgenden Abschnitten stelle ich die gängigsten Routen für eine 10-tägige Island Reise genauer vor und ordne ein, für wen sie sich jeweils eignen.
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Variante 1 – Ringstraße in 10 Tagen
Diese Route zeigt, wie eine Island Rundreise auf der Ringstraße in 10 Tagen aussehen kann. Sie richtet sich vor allem an alle, die Island zum ersten Mal besuchen und möglichst viele Regionen des Landes sehen möchten. Im Sommer, bei langen Tagen und guten Straßenverhältnissen, ist diese Variante gut machbar – erfordert aber ein gewisses Maß an Planung und Bereitschaft, viel unterwegs zu sein.
Die Reise verläuft einmal rund um Island und verbindet die bekanntesten Regionen miteinander. Viele Highlights liegen direkt an der Ringstraße, trotzdem bleibt das Tempo hoch und nicht jeder Stopp lässt sich ausführlich erleben. Diese Route ist daher eher als Überblicksreise zu verstehen.
Übersicht & Eckdaten der Route
- Gesamtdistanz: ca. 1.600–1.800 km inkl. Abstecher
- Reisezeit: vor allem im Sommer sinnvoll, wenn die Tage lang sind
- Charakter: klassischer Island Roadtrip
- Fokus: große Highlights & viele Regionen
- Weniger geeignet für: längere Wanderungen, Pausentage
Vorschlag für einen 10-tägigen Island Roadtrip
Tag 1 – Ankunft & Reykjavík: Nach der Ankunft in Keflavik beginnt die Reise ruhig. Je nach Ankunftszeit lohnt sich ein kurzer Abstecher nach Reykjavik, um anzukommen, Einkäufe zu erledigen und sich auf den Roadtrip einzustellen.
Tag 2 – Golden Circle & Richtung Südküste: Der erste volle Fahrtag führt über den Golden Circle mit Thingvellir, Geysir und Gullfoss. Am Nachmittag bietet es sich an, bereits ein Stück Richtung Südküste weiterzufahren, um die Strecke für die kommenden Tage besser zu verteilen.
Tag 3 – Südküste: Wasserfälle & schwarze Strände: Entlang der Südküste reihen sich bekannte Stopps aneinander, darunter Wasserfälle wie Seljalandsfoss und Skógafoss sowie die schwarzen Sandstrände rund um Vík. Viele kurze Stopps sorgen für einen abwechslungsreichen, aber auch dichten Tag.
Tag 4 – Südküste & Gletscherlagune: Die Route führt weiter Richtung Osten mit Blick auf Gletscherzungen, Lavafelder und weite Ebenen. Ein zentraler Stopp ist die Gletscherlagune Jökulsárlón, oft kombiniert mit dem Diamond Beach.
Tag 5 – Ostfjorde: Hinter der Gletscherlagune wird es ruhiger. Die Fahrt durch die Ostfjorde ist landschaftlich sehr schön, aber eine der längeren Etappen der Reise. Kleine Orte, Küstenstraßen und wenig Trubel prägen diesen Abschnitt.
Tag 6 – Fahrt in den Norden Islands: Weiter geht es Richtung Norden bis in die Region rund um den See Mývatn. Je nach Zeit lassen sich erste Stopps an Lavafeldern oder Geothermalgebieten einbauen.
Tag 7 – Norden & optionale Abstecher: Der Tag bietet etwas mehr Spielraum. Rund um den Mývatn gibt es viele kurze Wege und Aussichtspunkte. Optional ist ein Abstecher nach Húsavík möglich, bekannt für Whale Watching.
Tag 8 – Richtung Westen: Nun geht es zurück Richtung Westen. Der Tag ist weniger von einzelnen Highlights geprägt und dient vor allem dazu, Strecke zu machen. Viele empfinden diesen Abschnitt bewusst etwas ruhiger.
Tag 9 – Snæfellsnes: Die Halbinsel Snæfellsnes bietet noch einmal viel Abwechslung auf vergleichsweise kurzer Distanz. Küstenlandschaften, Lavafelder und kurze Wanderungen lassen sich hier gut kombinieren.
Tag 10 – Reykjanes & Rückreise: Zum Abschluss führt die Reise über die Reykjanes zurück nach Keflavík. Je nach Zeit bleiben noch Möglichkeiten für kurze Stopps an Vulkan- oder Geothermalgebieten, bevor die Rückreise ansteht.
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Variante 2 – Südküste & Snæfellsnes in 10 Tagen
Diese Route zeigt, wie eine Island Rundreise in 10 Tagen aussehen kann, wenn der Fokus auf weniger Strecke und mehr Zeit vor Ort liegt. Statt einmal rund um Island zu fahren, konzentriert sich die Reise auf zwei sehr abwechslungsreiche Regionen: die Südküste und die Halbinsel Snæfellsnes.
Die Reise eignet sich sowohl für Island-Neulinge als auch für alle, die das Land etwas ruhiger erleben möchten. Durch die kürzeren Distanzen bleibt mehr Spielraum für Wanderungen, spontane Stopps und Pausen – ohne dass sich die Reise gehetzt anfühlt.
Übersicht & Eckdaten der Rundreise
- Gesamtdistanz: ca. 1.000–1.200 km inkl. Abstecher
- Reisezeit: ganzjährig möglich
- Charakter: entspannte Island Reise
- Fokus: Südküste, Gletscher, schwarze Strände & Vulkane
Island Roadtrip im Süden – Die perfekte Route für 10 Tage
Tag 1 – Ankunft & Reykjavík: Nach der Ankunft in Keflavík beginnt die Reise ruhig. Je nach Ankunftszeit lohnt sich ein kurzer Abstecher nach Reykjavík, um anzukommen, Einkäufe zu erledigen und sich auf den Roadtrip einzustellen.
Tag 2 – Wasserfälle & Gletscher Sólheimajökull: Der erste volle Tag führt entlang der Südküste zu bekannten Wasserfällen wie Seljalandsfoss und Skógafoss, bevor es weiter zum Sólheimajökull geht, wo sich ein Spaziergang bis zur Gletscherzunge oder alternativ eine geführte Gletscherwanderung anbietet.
Tag 3 – Vík, Reynisfjara & Fjaðrárgljúfur: Rund um Vík prägen schwarze Strände die Landschaft, besonders Reynisfjara mit seinen Basaltsäulen, ergänzt durch einen Abstecher in die Schlucht Fjaðrárgljúfur, die über kurze Wege erschlossen ist.
Tag 4 – Skaftafell-Nationalpark: Der Tag steht ganz im Zeichen des Skaftafell Nationalpark, wo gut ausgebaute Wanderwege zu Aussichtspunkten mit Blick auf Gletscherzungen und Berge führen, darunter die beliebte Wanderung zum Svartifoss.
Tag 5 – Gletscherlagune & Diamond Beach: Mit der Gletscherlagune Jökulsárlón und dem direkt gegenüberliegenden Diamond Beach mit seinem schwarzen Sand erreicht die Reise einen ihrer landschaftlichen Höhepunkte, bei dem sich je nach Licht und Wetter immer neue Eindrücke ergeben.
Tag 6 – Rückfahrt entlang der Südküste: Die Rückfahrt Richtung Westen lässt sich bewusst ruhiger gestalten und bietet die Möglichkeit, Orte noch einmal zu besuchen oder Stopps einzubauen, die zuvor ausgelassen wurden.
Tag 7 – Golden Circle: Der Golden Circle passt an dieser Stelle gut in den Reiseverlauf. Thingvellir, Geysire und der Wasserfall Gullfoss lassen sich entspannt kombinieren, ohne den Tag zu überladen.
Tag 8 – Snæfellsnes: Die Halbinsel Snæfellsnes bietet auf kurzer Distanz viel Abwechslung mit Küstenlandschaften, Lavafeldern und markanten Bergen. Die überschaubaren Fahrzeiten lassen Raum für kurze Stopps und Spaziergänge.
Tag 9 – Reykjanes: Der vorletzte Tag gehört der Halbinsel Reykjanes, einer Region, die oft unterschätzt wird. Vulkan Landschaften, Geothermalgebiete, die Blue Lagoon und raue Küstenabschnitte zeigen noch einmal eine ganz andere Seite Islands.
Tag 10 – Rückreise: Je nach Abflugzeit bleibt am letzten Tag noch etwas Spielraum. Ein kurzer Spaziergang, ein letzter Stopp an einem Aussichtspunkt oder einfach ein ruhiger Start in den Tag, bevor der Mietwagen in Keflavík zurückgegeben wird und die Rückreise beginnt.
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Variante 3 – 10 Tage für eine zweite Island Reise
Diese Variante richtet sich an alle, die Island bereits kennen und den Süden oder die klassischen Highlights schon gesehen haben. Statt einer klassischen Rundreise geht es hier darum, ein bis zwei Regionen bewusst zu vertiefen. Zehn Tage sind dafür ideal – vorausgesetzt, man beschränkt sich auf ausgewählte Gebiete.
Typisch für diese Reisen ist, dass man nicht rund um Island fährt, sondern in einer Region bleibt oder zwei gut kombinierbare Gebiete verbindet. Dadurch entstehen weniger Fahrkilometer und deutlich mehr Zeit vor Ort.
Norden Islands & Mývatn: Der Norden eignet sich gut für eine 10-tägige Reise. Rund um den Mývatn liegen Lavafelder, Geothermalgebiete und Krater dicht beieinander. Ergänzend bietet sich Húsavík für Whale Watching an. Die Region lässt sich gut mit ruhigeren Fahrtagen und kurzen Wanderungen verbinden.
Westfjorde: Die Westfjorde sind deutlich abgelegener und weniger besucht. Steilküsten, einsame Straßen und lange Distanzen prägen diese Region. Für zehn Tage bietet es sich an, ausschließlich die Westfjorde zu bereisen, ohne weitere Regionen einzuplanen. Das Tempo ist langsamer, die Wege sind länger, dafür ist das Reisegefühl sehr ursprünglich.
Hochland (saisonal): Wer Island bereits kennt und im Sommer unterwegs ist, kann Teile des Hochlands einplanen. Regionen wie Askja oder Landmannalaugar bieten völlig andere Landschaften als die Ringstraße. Für diese Variante sind jedoch Erfahrung, gutes Wetter und meist ein Allradfahrzeug notwendig. Das Hochland eignet sich eher für gezielte Routen als für spontane Abstecher.
Kombinationen statt Umrundung: Auch Mischformen sind möglich, etwa Norden plus Westfjorde oder Norden plus Hochland. Wichtig ist, die Reise bewusst schlank zu halten und nicht zu viele Regionen miteinander zu verbinden.
Diese Art der Reise richtet sich weniger an Erstbesucher, sondern an alle, die Island langsamer, ruhiger und abseits der Hauptachsen erleben möchten.

Die Westfjorde in Island gehören zu den abgelegensten und gleichzeitig schönsten Regionen des Landes. Tiefe Fjorde, steile Klippen, einsame Strände und lange Küstenstraßen prägen das…
mehr lesenMietwagen, Camper & Fahrzeiten für einen Island Roadtrip
Für eine 10 Tage Island Rundreise reicht in den meisten Fällen ein normaler Mietwagen völlig aus. Die Strecken an der Südküste, am Golden Circle, auf Snæfellsnes und auch große Teile der Ringstraße sind gut ausgebaut und asphaltiert. Ein Allradfahrzeug ist nur nötig, wenn gezielt abgelegene Pisten oder das Hochland geplant sind.
Mit dem Mietwagen lassen sich die Tage gut einteilen, vor allem wenn Unterkünfte im Voraus gebucht sind. 150 bis 250 Kilometer pro Tag sind realistisch, auch wenn kurze Strecken durch Stopps, Wetter und Abstecher oft mehr Zeit brauchen als gedacht.
Der Camper ist besonders in der Hauptsaison eine gute Option. Die Camping-Infrastruktur ist gut, Campingplätze gibt es entlang der meisten beliebten Strecken. Das Reisen wird dadurch flexibler, weil man spontan entscheiden kann, wie weit man fährt. In der Nebensaison und im Winter ist die Auswahl kleiner, grundsätzlich ist Camping aber weiterhin möglich, wenn man etwas vorausplant.
Ob Mietwagen oder Camper besser passt, hängt davon ab, wie flexibel man unterwegs sein möchte und wie wichtig feste Unterkünfte sind.
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Beste Reisezeit für Island
Island kann man grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen – trotzdem fühlt sich eine Reise je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich an. Gerade bei einer 10-tägigen Rundreise macht es einen großen Unterschied, ob man lange helle Tage hat oder ob das Tageslicht begrenzt ist.
Im Sommer sind die Tage fast endlos, viele Straßen gut befahrbar und man kommt deutlich entspannter voran. Das ist ideal, wenn man viel Strecke machen möchte. Eine Ringstraßen-Rundreise lässt sich in dieser Zeit am besten umsetzen, auch wenn man dabei ein eher zügiges Tempo einplant. Gleichzeitig ist Island im Sommer am beliebtesten, vor allem im Süden – ganz ohne andere Reisende bleibt man hier selten.
In der Nebensaison und im Winter zeigt sich Island von einer ruhigeren Seite. Es sind deutlich weniger Menschen unterwegs, viele Orte fühlen sich ursprünglicher an und mit etwas Glück kannst du in dieser Jahreszeit das Polarlicht sehen. Dafür sind die Tage kürzer und das Wetter oft wechselhaft. Lange Fahrten können dann schnell anstrengend werden. Für diese Jahreszeit eignen sich kürzere Reisen besser, bei denen man sich auf eine Region konzentriert und nicht jeden Tag viele Kilometer zurücklegt.
Egal zu welcher Zeit man unterwegs ist: Das Wetter spielt in Island immer eine zentrale Rolle. Wind, Regen oder Nebel können sich schnell ändern. Wer seine Reise nach Island nicht zu eng plant und ein bisschen Spielraum lässt, reist entspannter – und hat oft die schöneren Momente unterwegs.
Kosten für 10 Tage Island – realistisch eingeschätzt
Island ist kein günstiges Reiseland. Bei einer 10 Tage Island Rundreise fallen die meisten Kosten auf Mietwagen oder Camper und die Übernachtungen. Diese beiden Punkte bestimmen am stärksten, wie teuer die Reise am Ende wird. Wer in der Hauptsaison unterwegs ist, sollte beides möglichst früh buchen – nicht nur wegen der Preise, sondern auch wegen der Verfügbarkeit.
Bei den Unterkünften hängt viel vom Reisestil ab. Für Hotels, Gästehäuser oder einfache Apartments sollte man im Schnitt mit etwa 120 bis 200 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer rechnen. In Reykjavík, an der Südküste und auf Snæfellsnes liegen die Preise oft höher, während es abseits der stark frequentierten Regionen etwas günstiger sein kann. Wer mehrere Nächte an einem Ort bleibt oder früh bucht, findet meist die besseren Optionen.
Camping ist in Island meist die günstigere Alternative und bietet deutlich mehr Flexibilität. Pro Person liegen die Kosten auf Campingplätzen in der Regel bei etwa 20 bis 25 Euro pro Nacht, abhängig von Lage und Ausstattung. Die Infrastruktur ist vor allem in der Hauptsaison gut ausgebaut, mit vielen Plätzen entlang der gängigen Routen. In der Nebensaison und im Winter ist die Auswahl kleiner, einige Plätze schließen oder bieten nur eingeschränkte Services – dann lohnt sich etwas Vorausplanung.
Beim Essen lässt sich gut sparen, wenn man unterwegs einkauft und selbst kocht. Supermärkte gibt es in allen größeren Orten, Restaurants sind dagegen spürbar teurer. Viele Reisende kombinieren beides: einfache Mahlzeiten unterwegs und ab und zu ein Restaurantbesuch.
Zusätzliche Kosten entstehen vor allem durch geführte Touren. Gletscherwanderungen, Eishöhlen oder Whale Watching sind nicht günstig, gehören für viele aber zu den Highlights einer Islandreise. Es lohnt sich, gezielt ein oder zwei Touren einzuplanen statt alles mitzunehmen.
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Fazit zu einer perfekten Island Rundreise
Eine 10 Tage Island Rundreise bietet viele Möglichkeiten, verlangt aber auch nach klaren Entscheidungen. Wer versucht, in diesem Zeitraum zu viel unterzubringen, verbringt schnell mehr Zeit im Auto als draußen in der Natur. Gerade deshalb lohnt es sich, die Route bewusst zu wählen und das eigene Reisetempo realistisch einzuschätzen.
Im Sommer kann eine kompakte Ringstraßen-Rundreise durchaus eine Option sein, wenn man bereit ist, längere Fahrtage in Kauf zu nehmen. Entspannter wird es, wenn man sich auf einzelne Regionen konzentriert – etwa die Südküste in Kombination mit Snæfellsnes. Diese Variante bietet viel Abwechslung bei überschaubaren Distanzen und lässt mehr Raum für Wanderungen, Pausen und spontane Stopps.
Für eine zweite Reise nach Island eröffnen zehn Tage noch einmal ganz andere Möglichkeiten. Regionen wie der Norden, die Westfjorde oder – im Sommer – das Hochland lassen sich deutlich intensiver erleben, wenn man sich bewusst auf ein oder zwei Gebiete beschränkt.
Am Ende gibt es keine perfekte Island Rundreise für alle. Die beste 10-Tage-Reise ist die, die zu deinem Reisestil, zur Jahreszeit und zu deinen Erwartungen passt. Die vorgestellten Varianten sollen dabei helfen, eine Route zu finden, die sich gut anfühlt – und genug Platz lässt, Island wirklich zu erleben.
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