Island mit dem Wohnmobil: Was man vor der Reise wissen sollte
Eine Reise mit dem Wohnmobil passt perfekt zu Island. Viele Highlights liegen direkt an der Ringstraße, Entfernungen sind überschaubar und du kannst dein eigenes Tempo fahren. Statt jeden Tag die Unterkunft zu wechseln, bleibt dein Zuhause einfach dabei.
Trotzdem funktioniert Island etwas anders als klassische Roadtrip-Länder. Wetterumschwünge kommen schnell, Wind kann kräftig sein und nicht jede Straße ist asphaltiert. Gerade abseits der Ringstraße ändern sich die Straßenverhältnisse deutlich. Wer mit dem Camper unterwegs ist, sollte deshalb flexibel planen und sich vorab gut informieren.
Dafür ist die Infrastruktur überraschend gut. Es gibt viele Campingplätze, Tankstellen entlang der Hauptstrecken und klare Regeln zum Thema Wildcampen. Mit der richtigen Vorbereitung wird die Island-Rundreise mit dem Wohnmobil unkompliziert und sehr entspannt.
Island mit dem Camper – Mieten oder eigenes Wohnmobil?
Grundsätzlich ist es möglich, mit dem eigenen Wohnmobil oder Camper nach Island zu reisen. Die Fähre der Smyril Line fährt von Hirtshals in Dänemark nach Seyðisfjörður im Osten Islands. Die Überfahrt dauert ca. 2 Tage pro Weg und ist eine kleine Reise für sich.
Für viele stellt sich die Frage: Lohnt sich das?
Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Du kennst dein Fahrzeug, bist unabhängig von Mietbedingungen und kannst es genau so ausstatten, wie du möchtest. Gerade bei längeren Reisen oder wenn du ohnehin mehrere Monate unterwegs bist, kann das attraktiv sein.
Für klassische Island Reisen von zwei bis drei Wochen rechnet sich die Anreise mit dem eigenen Wohnmobil jedoch meist nicht. Die Fährkosten sind hoch, hinzu kommen zusätzliche Urlaubstage für die An- und Abreise. Wer nur begrenzt Zeit hat, verliert dadurch wertvolle Tage vor Ort.
In den meisten Fällen ist es daher praktischer, einen Camper direkt in Island zu mieten – vor allem, wenn der Fokus auf einer kompakten Island-Rundreise liegt.
Bist du auf der Suche nach einer günstigen Fähre?
Auf dem Vergleichsprotal Direct Ferries* findest du über 3.000 Fährverbindungen mit den besten Preisen.
Camper in Island mieten: Modelle & worauf es ankommt
Die wichtigste Entscheidung am Anfang ist: Welcher Camper passt zu deiner Route? Für eine klassische Island Rundreise entlang der Ringstraße reicht oft ein normaler Campervan oder ein kleines Wohnmobil. Wenn du aber ins Hochland willst oder viel abseits der Ringstraße planst, spielen Bodenfreiheit, Allrad und Ausstattung eine größere Rolle.
Wohnmobil, Campervan oder Minicamper?
Viele mieten in Island eher kleinere Camper als große Wohnmobile – einfach, weil sie auf schmalen Straßen, bei Wind und beim Rangieren auf vollen Campingplätzen handlicher sind. Zusätzlich gibt es sehr viele Minicamper, die oft die günstigste Variante darstellen. Sie sind kompakt, verbrauchen weniger und reichen für zwei Personen im Sommer meist aus, wenn man sich auf die Ringstraße konzentriert.
Ein Wohnmobil kann sich lohnen, wenn du mit mehreren Personen unterwegs bist und mehr Platz brauchst. Für zwei Personen ist ein Campervan oder Minicamper in der Praxis häufig völlig ausreichend.
2WD oder 4×4 Camper? Wann sich Allrad für eine Island-Rundreise lohnt
Für die Ringstraße und die meisten asphaltierten Straßen genügt ein normaler 2WD-Camper. Auch viele beliebte Highlights sind problemlos ohne Allrad erreichbar.
Ein 4×4-Fahrzeug wird relevant, wenn du ins Hochland oder auf sogenannte F-Straßen fahren möchtest. Diese Pisten sind oft nur im Sommer geöffnet, meistens unbefestigt und können Flussdurchfahrten enthalten. Hier ist ein Allrad-Fahrzeug vorgeschrieben und damit Pflicht.
Auch bei einer Reise im Winter kann ein Allrad-Fahrzeug durchaus Sinn machen, da die Straßen häufig mit Schnee bedeckt sind und du so mehr Traktion bei schwierigen Straßenverhältnissen hast.
Wer jedoch ausschließlich rund um Island auf der Ringstraße unterwegs ist, benötigt in der Regel keinen 4×4-Camper.
Worauf du bei der Buchung achten solltest
- Saison & Preise: Im Sommer sind Camper deutlich teurer und schnell ausgebucht – Frühbuchung kann sich preislich lohnen. In der Nebensaison sind Fahrzeuge oft spürbar günstiger, dafür ist das Wetter wechselhafter.
- Langzeitmiete: Wer mehrere Wochen unterwegs ist, bekommt bei vielen Anbietern bessere Tagespreise.
- Versicherung: Prüfe genau, was abgedeckt ist (z.B. Windschäden, Schotter/Steinschlag). Es kann günstiger sein, nur die Grundversicherung beim Anbieter zu wählen und zusätzlich eine separate Versicherung abzuschließen, die den Selbstbehalt bei Mietwagen abdeckt – das war in meinem Fall deutlich preiswerter.
- Ausstattung: Heizung, Isolierung und ausreichend Stauraum machen im Alltag einen großen Unterschied.
- Abholung/Abgabe: Viele Anbieter sitzen in der Nähe von Keflavík und bieten einen Shuttle-Service zum Flughafen an. Das ist praktisch, wenn du direkt nach der Landung starten möchtest.
Anbieter & persönliche Erfahrung: Camp Easy und Alternativen
In Island gibt es zahlreiche Camper-Anbieter – vom kleinen lokalen Vermieter bis zu größeren Unternehmen mit breiter Fahrzeugflotte. Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall, da sich die Angebote je nach Saison, Fahrzeugtyp und Versicherung teils deutlich unterscheiden. Neben dem reinen Mietpreis solltest du vor allem Ausstattung, Versicherungsbedingungen und Service im Problemfall berücksichtigen.
Ich selbst habe bei Camp Easy* gemietet und sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Organisation vor Ort war gut organisiert, inklusive Shuttle-Service vom Flughafen zur Mietstation. Die Übergabe verlief unkompliziert und professionell. Praktisch fand ich auch die Website, auf der man die Fahrzeuge vorab detailliert anschauen kann.
Preislich gehört Camp Easy häufig zu den günstigeren Anbietern und bietet fast alle Fahrzeugtypen an – vom Minicamper bis zum größeren Modell. In jedem Fahrzeug ist eine Heizung verbaut, was gerade außerhalb des Hochsommers wichtig ist. Besonders hilfreich war das integrierte Tablet mit Chat-Funktion, über das man bei Fragen direkt Kontakt aufnehmen konnte. Außerdem sind dort Campingplätze, wichtige Apps und Videos zum Fahrzeug hinterlegt. Als ich unterwegs ein Problem mit dem Rücklicht hatte, wurde mir über den Chat sofort weitergeholfen und direkt ein Termin in einer Garage organisiert.
Natürlich gibt es auch andere gute Anbieter – entscheidend sind am Ende Preis-Leistung, Fahrzeugtyp und Service.
CAMP EASY – Camper mieten in Island, ganz einfach.

Camping in Island: Campingplätze, Infrastruktur & Wildcampen
Camping in Island ist insgesamt unkompliziert – vor allem, weil es im ganzen Land viele Campingplätze gibt. Entlang der Ringstraße findest du täglich meist mehrere Optionen, oft ohne große Umwege. In der Hauptsaison kann es in beliebten Regionen dennoch voll werden, deshalb ist ein grober Plan sinnvoll.
Die Infrastruktur ist meist einfach gehalten, aber gut auf Camper eingestellt. Toiletten und Duschen gehören fast immer dazu, häufig auch Küchenbereiche oder Aufenthaltsräume. Viele Plätze funktionieren unkompliziert: ankommen, Stellplatz suchen und später bezahlen – entweder bei einem Mitarbeiter oder per Self-Check-in.
Im Sommer ist das Netz an geöffneten Campingplätzen in Island dicht und gut verteilt. Im Winter reduziert sich die Auswahl jedoch deutlich – viele Plätze schließen außerhalb der Hauptsaison. Wer in der kälteren Jahreszeit unterwegs ist, sollte daher gezielt prüfen, welche Campingplätze tatsächlich geöffnet sind.
Zu beachten ist, dass Wildcampen in Island verboten ist und mit hohen Strafen geahndet werden kann. Daher solltest du ausschließlich offizielle Campingplätze und ausgewiesene Stellplätze nutzen.
Beste Reisezeit für Island: Sommer, Winter & Polarlicht
Die beste Reisezeit für Island hängt stark davon ab, was du mit deiner Wohnmobil-Reise erleben möchtest. Am unkompliziertesten ist das Reisen in der wärmeren Jahreszeit: Die Tage sind lang, die meisten Straßen sind geöffnet und nahezu alle Campingplätze in Betrieb. Wer ins Hochland oder auf F-Straßen möchte, ist auf diese Zeit angewiesen – viele dieser Routen sind nur im Sommer zugänglich.
Die Nebensaison ist für viele die angenehmste Zeit für einen Island-Urlaub. Es ist deutlich weniger los als im Hochsommer, die Landschaft wirkt ruhiger und die Preise für Camper sind oft moderater. Entlang der Ringstraße lässt sich Island auch in dieser Zeit gut bereisen, solange man flexibel bleibt. Zwar haben nicht mehr alle Campingplätze geöffnet, aber es gibt ausreichend Optionen, wenn man etwas vorausplant.
Im Winter wird das Reisen anspruchsvoller. Einige Straßen können gesperrt sein, die Auswahl an geöffneten Campingplätzen ist deutlich kleiner und die Tageslichtstunden sind kürzer. Dafür sind die Chancen auf Polarlichter höher, und die Landschaft zeigt sich oft in einer ganz eigenen Stimmung. Eine gute Vorbereitung und regelmäßiger Blick auf Wetter- und Straßenbedingungen sind dann besonders wichtig.
Unterwegs in Island: Straßenverhältnisse, Tankstellen & Praxis-Tipps
Island wirkt auf der Karte oft kompakt, aber Distanzen werden schnell unterschätzt. Auch wenn die Ringstraße gut ausgebaut ist, dauern Etappen häufig länger als gedacht – sei es durch Fotostopps, Wetterumschwünge oder wechselnde Straßenbedingungen.
Die Island Ringstraße ist größtenteils asphaltiert, dennoch gibt es immer wieder Schotterabschnitte – auch auf Strecken zu bekannten Highlights wie Gletschern und Vulkanen. Dort steigt das Risiko für Steinschläge, besonders bei Gegenverkehr. Gleichzeitig kann starker Seitenwind das Fahren anspruchsvoller machen, vor allem auf offenen Strecken. Angepasste Geschwindigkeit und etwas Abstand helfen, Schäden zu vermeiden.
Tankstellen in Island sind entlang der Ringstraße regelmäßig vorhanden. In abgelegeneren Regionen jedoch seltener und spätestens wenn du ins Hochland oder auf längere Etappen abseits größerer Orte fährst, solltest du mit möglichst vollem Tank starten. Die Infrastruktur ist dort deutlich dünner, und spontane Tankstopps sind nicht immer möglich.
Auch das Thema Maut ist überschaubar. Aktuell betrifft das vor allem den Vaðlaheiðargöng-Tunnel bei Akureyri, der jedoch in den Sommermonaten auch gut umfahren werden kann. Die Bezahlung erfolgt digital über die Website.
Vor längeren Strecken empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle Straßen- und Wetterbedingungen. Offizielle Seiten wie road.is informieren über Sperrungen und befahrbare Strecken – besonders außerhalb der Hochsaison kann sich die Situation kurzfristig ändern.
Kosten & Budget: Was eine Island Reise mit dem Wohnmobil kostet
Island ist kein günstiges Reiseland – das gilt auch für eine Rundreise mit dem Wohnmobil. Der größte Kostenfaktor ist die Fahrzeugmiete. Für einen einfachen 2WD-Minicamper oder Campervan kannst du – je nach Saison – grob mit etwa 80–150 € pro Tag rechnen. In der Hochsaison liegen die Preise teilweise darüber.
Ein Allrad-Camper ist deutlich teurer und bewegt sich häufig eher im Bereich von 150–250 € pro Tag oder mehr. Wer ins Hochland möchte, muss diesen Aufpreis einkalkulieren. Hinzu kommt die Versicherung: Umfangreiche Pakete erhöhen den Mietpreis spürbar. Es kann günstiger sein, nur die Basisversicherung beim Anbieter zu wählen und zusätzlich eine separate Selbstbehalt-Versicherung abzuschließen.
Ein weiterer Posten ist der Treibstoff. Die Spritpreise liegen über dem mitteleuropäischen Durchschnitt, und längere Strecken summieren sich schnell – besonders bei größeren Fahrzeugen oder Fahrten ins Hochland.
Campingplätze sind im Vergleich dazu relativ erschwinglich und bewegen sich meist im Bereich von etwa 15–25 € pro Person und Nacht. Gerade deshalb kann eine Reise mit dem Camper unter dem Strich günstiger sein als die Kombination aus Mietwagen und Unterkünften – besonders, wenn ihr zu zweit unterwegs seid und euch die Fixkosten für die Miete von einem Camper teilen könnt.
yesim – Deine Lösung für Internet auf Reisen
Bist Du auf der Suche nach einer einfachen und kostengünstigen Lösung für Datenroaming auf Reisen? Finde attraktive Angebote bei yesim*.

Nützliche Apps & Tools für Island mit dem Wohnmobil
Für eine Reise mit dem Wohnmobil durch Island gibt es einige hilfreiche Apps und Tools, die den Alltag deutlich erleichtern. Besonders bei der Bezahlung der vielen kostenpflichtigen Parkplätze, beim Check der Straßenverhältnisse oder bei wechselhaftem Wetter.
Parka ist dabei fast unverzichtbar. Nahezu alle kostenpflichtigen Parkplätze an beliebten Wasserfällen, Aussichtspunkten oder Sehenswürdigkeiten werden über Parka abgewickelt. Bei der Einfahrt wird das Kennzeichen automatisch fotografiert, die Bezahlung erfolgt anschließend bequem über die App. Einmal Fahrzeug und Zahlungsmittel hinterlegt, lassen sich Gebühren schnell und unkompliziert begleichen – ohne Ticketautomat oder Bargeld.
SafeTravel.is zeigt aktuelle Sicherheitsmeldungen, Wetterwarnungen und auch Straßenbedingungen an. Gerade wenn sich das Wetter kurzfristig ändert oder einzelne Strecken gesperrt werden, bekommst du hier einen schnellen Überblick über mögliche Einschränkungen und empfohlene Vorsichtsmaßnahmen.
road.is bleibt zusätzlich die wichtigste offizielle Quelle für detaillierte Informationen zu Straßenverhältnissen, Sperrungen und zur Befahrbarkeit von F-Straßen. Die Seite ist besonders hilfreich, wenn du längere Etappen planst oder außerhalb der Hochsaison unterwegs bist, da sich Bedingungen teilweise kurzfristig ändern können.
Vedur (isländischer Wetterdienst) liefert präzise Wind- und Wetterprognosen. Neben klassischen Wetterdaten sind vor allem die Windkarten hilfreich, da starker Seitenwind beim Fahren mit dem Camper eine größere Rolle spielt als reiner Niederschlag.
Aurora ist im Winter eine hilfreiche Polarlicht-App, um Aktivität und Bewölkung besser einzuschätzen. Sie zeigt Prognosen zur Polarlicht-Wahrscheinlichkeit und hilft bei der Entscheidung, ob sich ein nächtlicher Ausflug noch lohnt.
Viele Vermieter stellen im Fahrzeug Informationsmaterial mit den wichtigsten Apps und Links bereit. Bei Camp Easy* waren die wichtigsten Apps bereits vorinstalliert, und ich wurde zusätzlich per Push-Benachrichtigung über starke Wetterumschwünge informiert, was unterwegs sehr hilfreich war.
Fazit: Mit dem Wohnmobil in Island – flexibel unterwegs durch eine besondere Landschaft
Eine Reise mit dem Wohnmobil passt perfekt zu Island. Viele Highlights liegen direkt an der Ringstraße, spontane Stopps sind jederzeit möglich und das eigene Zuhause ist immer dabei. Gerade bei wechselhaftem Wetter ist diese Flexibilität ein echter Vorteil.
Wer sich vorab mit der Fahrzeugwahl, Reisezeit und den Straßenverhältnissen beschäftigt, reist deutlich entspannter. Ein 2WD-Camper reicht für viele klassische Rundreisen völlig aus, während sich ein 4×4 vor allem dann lohnt, wenn das Hochland auf dem Plan steht. Auch beim Thema Campingplätze und Budget hilft eine realistische Planung, um Überraschungen zu vermeiden.
Einen Roadtrip mit dem Wohnmobil in Island ist keine Low-Budget-Reise. Dafür bekommt man viel Freiheit, Nähe zur Natur und eine Art zu reisen, die gut zum Land passt.
CAMP EASY – Camper mieten in Island, ganz einfach.
