Estland Rundreise: Zwischen Tallinn, Inseln und ruhiger Natur
Estland gilt noch immer als Geheimtipp für alle, die gerne mit dem Auto oder Camper unterwegs sind. Statt voller Straßen und dicht bebauter Küsten erwarten dich hier viel Natur, ruhige Landschaften und Orte, an denen selbst in der Hauptsaison oft noch Platz ist. Besonders die Inseln Saaremaa und Hiiumaa zeigen eine entschleunigte Seite des Landes, während Nationalparks und Moorlandschaften für Abwechslung sorgen.
Dazu kommen historische Städte wie Tallinn und Tartu, lange Küstenabschnitte an der Ostsee sowie außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten wie der Rummu Karjäär. Viele Highlights lassen sich unkompliziert auf einer Rundreise verbinden, ohne dass lange Fahrtzeiten nötig sind.
In diesem Beitrag findest du die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Estland, sowie praktische Reisetipps für deine Reiseplanung.
Estland Karte: Die besten Sehenswürdigkeiten in Estland im Überblick
Estland ist zwar kein großes Land, die einzelnen Regionen unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Im Norden liegen mit Tallinn, dem Lahemaa Nationalpark, dem Rummu Karjäär, Narva und den Klippen von Ontika einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Hier treffen historische Städte auf Küstenlandschaften, Wälder und Moore.
Vor der Westküste befinden sich mit Saaremaa und Hiiumaa die beiden größten Inseln Estlands. Dort erwarten dich ruhige Küstenstraßen, Leuchttürme, kleine Orte und viel Natur. Gerade für Camper und Roadtrips gehören die Inseln zu den schönsten Regionen des Landes.
Im Süden rund um Tartu und den Soomaa Nationalpark wird die Landschaft grüner und ursprünglicher. Hier findest du ausgedehnte Wälder, Moore und viele Möglichkeiten zum Wandern, Kanufahren oder für entspannte Tage in der Natur.
👉 Auf der folgenden Karte findest du alle vorgestellten Sehenswürdigkeiten und Reiseziele in Estland im Überblick. So kannst du deine Route besser planen und die Karte direkt unterwegs in Google Maps nutzen.
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Die 10 besten Estland Sehenswürdigkeiten & Reiseziele
Estland bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus historischen Städten, ruhigen Inseln und weitläufigen Naturlandschaften. Neben der Hauptstadt Tallinn erwarten dich Nationalparks, Moorlandschaften, lange Küstenabschnitte und einige der schönsten Inseln im Baltikum.
Viele Besucher verbringen den Großteil ihrer Zeit in Tallinn oder reisen auf dem Weg nach Finnland, Lettland oder Litauen durch das Land. Dabei lohnt es sich, auch die Regionen außerhalb der Hauptstadt zu erkunden. Von Saaremaa und Hiiumaa über die Naturparks Lahemaa und Soomaa warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Naturhighlights.
Hier findest du die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Estland – von bekannten Highlights wie Tallinn und Lahemaa bis zu Orten, die viele Besucher bei ihrer Reise durch das Baltikum übersehen.
1. Tallinn – Mittelalterliche Altstadt und Wahrzeichen Estlands
Tallinn gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Estland und ist für Viele der erste Stopp im Land. Besonders die Altstadt zählt zu den Highlights der Hauptstadt. Enge Gassen, historische Kaufmannshäuser, alte Stadttore und gut erhaltene Stadtmauern prägen bis heute das mittelalterliche Stadtbild.
Zu den bekanntesten Orten gehören der Rathausplatz, die Alexander-Newski-Kathedrale und die Aussichtspunkte auf dem Domberg. Von hier hast du einen guten Blick über die roten Dächer der Altstadt bis hin zur Ostsee. Gleichzeitig wirkt die Stadt Tallinn deutlich moderner, als viele zunächst erwarten. Rund um die Altstadt findest du kreative Viertel, moderne Cafés und Restaurants.
Für einen ersten Besuch solltest du mindestens einen ganzen Tag einplanen. Wer die Stadt in Ruhe erkunden möchte, kann problemlos zwei bis drei Tage in Tallinn verbringen.
👉 Mehr Highlights und Tipps findest du im ausführlichen City Guide.
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2. Lahemaa Nationalpark – Moore, Küste und unberührte Natur
Der Lahemaa Nationalpark zählt zu den schönsten Naturregionen in ganz Estland und liegt nur etwa eine Autostunde östlich von der Hauptstadt Tallinn. Mit seinen Wäldern, Mooren, Küstenabschnitten und kleinen Fischerdörfern bietet der Naturpark einen guten Einblick in die vielfältigen Landschaften des Landes.
Besonders bekannt ist der Viru Bog Trail, ein Wanderweg durch eine typische Moorlandschaft. Daneben lohnen sich die Küste, historische Gutshäuser und die Halbinseln von Lahemaa. Auf der Pärispea-Halbinsel liegt mit dem Purekkari Neem der nördlichste Punkt des estnischen Festlands. Die schmale Landzunge ragt weit in die Ostsee hinein und bietet schöne Ausblicke auf die Küste und das offene Meer.
Der Lahemaa-Nationalpark gehört definitiv zu den Highlights einer Estland Rundreise. Mit dem Mietwagen oder Camper lassen sich die verschiedenen Sehenswürdigkeiten flexibel miteinander verbinden.
3. Saaremaa – Estlands größte Insel entdecken
Saaremaa ist die größte Insel Estlands und gehört für viele zu den schönsten Reisezielen des Landes. Die Insel ist bekannt für ihre ruhigen Küstenstraßen, kleinen Dörfer, Leuchttürme und die entspannte Atmosphäre abseits der größeren Städte.
Zu den bekanntesten Highlights zählen die Bischofsburg von Kuressaare, die Steilküste von Panga und der Kaali Meteoritenkrater. Besonders schön ist auch die Wanderung zum „schiefen Turm“ von Kiipsaare. Am südlichen Ende der Insel lohnt sich außerdem ein Abstecher zum Sõrve Tuletorn mit seinen weiten Ausblicken über die Ostsee.
Auch für Camper ist die Insel ein echtes Highlight. Über die gesamte Insel verteilt findest du zahlreiche RMK-Stellplätze, oft direkt an der Küste oder mitten im Wald. Dadurch kannst du an vielen Orten mitten in der Natur übernachten und die Insel besonders flexibel erkunden.
Mit dem Auto oder Camper erreichst du Saaremaa bequem per Fähre vom Festland. Für die Insel solltest du mindestens zwei bis drei Tage einplanen.
4. Hiiumaa – Leuchttürme und ruhige Küstenlandschaften
Hiiumaa ist die zweitgrößte Insel Estlands und gilt noch immer als Geheimtipp auf einer Reise nach Estland. Im Vergleich zu Saaremaa geht es hier meist noch ruhiger zu. Die Insel ist bekannt für ihre Küstenlandschaften, Wälder, kleinen Dörfer und einige der schönsten Leuchttürme des Landes.
Zu den bekanntesten Orten gehören der Kõpu Tuletorn, einer der ältesten noch aktiven Leuchttürme der Welt, sowie die Leuchttürme von Tahkuna und Ristna. Daneben lohnt es sich, die Insel ohne festes Ziel zu erkunden und immer wieder an Stränden, Häfen oder Aussichtspunkten anzuhalten.
Auch auf Hiiumaa findest du zahlreiche RMK-Stell- und Rastplätze. Für Camper ist die Insel deshalb ein idealer Ort, um einige Tage direkt in der Natur zu verbringen.
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5. Rummu Karjäär – Der versunkene Steinbruch
Der Rummu Karjäär gehört zu den ungewöhnlichsten Highlights in Estland. Der ehemalige Kalksteinbruch wurde nach seiner Stilllegung geflutet und ist heute als beliebter Badeort mit türkisblauem Wasser bekannt. Zwischen den Resten des alten Gefängnisses, versunkenen Gebäuden und den hellen Kalksteinhügeln entstand eine Landschaft, die fast unwirklich wirkt.
Genau diese Mischung macht den Reiz des Ortes aus. Neben alten Gefängnismauern und Industrieanlagen findest du heute Street Art, einen Badestrand, Restaurants und Aussichtspunkte über dem Steinbruch. Teile der ehemaligen Gefängnisanlagen können besichtigt werden und geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes. Durch die Nähe zu Tallinn eignet sich der Rummu Karjäär außerdem gut als Tagesausflug bei einem Städtetrip nach Tallinn.
6. Tartu – Estlands Kultur- und Universitätsstadt
Tartu ist die zweitgrößte Stadt Estlands und gilt als kulturelles Zentrum des Landes. Die traditionsreiche Universitätsstadt wirkt deutlich entspannter als Tallinn und ist vor allem bei Studenten, Künstlern und Kreativen beliebt.
Zu den bekanntesten Wahrzeichen gehören die Universität, das historische Rathaus und der Rathausplatz im Zentrum der Stadt. Entlang des Flusses Emajõgi laden zahlreiche Cafés, Restaurants und Parks zum Verweilen ein. Durch die lebendige Atmosphäre und die kompakte Altstadt eignet sich Tartu gut für einen Tagesausflug oder einen Zwischenstopp auf einer Estland Rundreise.
Wer Estland abseits der Hauptstadt kennenlernen möchte, sollte Tartu nicht auslassen.
7. Soomaa Nationalpark – Die berühmte fünfte Jahreszeit
Der Soomaa Nationalpark gehört zu den bekanntesten Naturregionen in Estland. Die Landschaft wird von ausgedehnten Wäldern, Flüssen und Mooren geprägt und bietet viele Möglichkeiten zum Wandern und Kanufahren.
Der Naturpark ist besonders für die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ bekannt. Im Frühjahr treten die Flüsse regelmäßig über die Ufer und überfluten große Teile der Landschaft. Straßen, Wiesen und Wälder stehen dann teilweise unter Wasser und können oft nur noch mit dem Boot erreicht werden.
Auch außerhalb der Hochwasserzeit lohnt sich ein Besuch. Mehrere Wanderwege und Holzstege führen durch die Moorlandschaften und bieten einen guten Einblick in die ursprüngliche Natur Estlands. In den Wäldern des Nationalparks leben außerdem Wildtiere wie Elche, Biber und Braunbären.
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8. Pärnu – Der bekannteste Badeort Estlands
Pärnu liegt an der Westküste Estlands und gilt als bekanntester Badeort des Landes. Besonders im Sommer zieht es viele Esten und Urlauber an die langen Sandstrände und die flache Ostseeküste.
Trotz seiner Beliebtheit wirkt Pärnu deutlich ruhiger als viele klassische Badeorte in Europa. Entlang der Strandpromenade findest du Cafés, Restaurants und zahlreiche Möglichkeiten für Spaziergänge oder Fahrradtouren. Durch die entspannte Atmosphäre eignet sich die Stadt gut für eine Pause zwischen den Natur- und Kulturhighlights des Landes.
Wer im Sommer nach Estland reist, sollte einen Abstecher nach Pärnu einplanen.
9. Narva und die Hermannsfeste – Geschichte an der Grenze zu Russland
Narva liegt ganz im Nordosten Estlands direkt an der Grenze zu Russland. Die Stadt wird vom Fluss Narva geteilt, auf dessen gegenüberliegender Seite bereits die russische Stadt Iwangorod beginnt. Kaum ein anderer Ort im Baltikum zeigt die bewegte Geschichte der Region so deutlich.
Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist die Hermannsfeste. Von den Mauern und Türmen der Burg hast du einen direkten Blick auf die gegenüberliegende Festung von Iwangorod in Russland. Diese besondere Lage macht Narva zu einem der spannendsten Orte des Landes. Gleichzeitig unterscheidet sich die Stadt kulturell und sprachlich deutlich von vielen anderen Regionen Estlands.
Wer Estland abseits der bekannten Routen entdecken möchte, sollte Narva bei einer Reise nach Estland nicht verpassen.
10. Valaste-Wasserfall und Ontika Cliff – Estlands wilde Nordküste
Der Valaste-Wasserfall gehört zu den bekanntesten Naturhighlights in Estland. Mit einer Fallhöhe von rund 30 Metern gilt er als höchster Wasserfall des Landes. Besonders nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze zeigt sich der Wasserfall von seiner beeindruckendsten Seite.
Nur wenige Kilometer entfernt liegen die Klippen von Ontika, die zu den schönsten Küstenlandschaften Estlands zählen. Entlang der Steilküste bieten sich immer wieder weite Ausblicke über die Ostsee. Durch die Kombination aus Wasserfall, Steilküste und Meerblick eignet sich die Region gut als Stopp auf dem Weg zwischen Tallinn und Narva.
Wissenswertes und Reisetipps für Estland
Für eine Reise nach Estland solltest du ein paar praktische Dinge im Blick haben. Von der besten Reisezeit über die Fortbewegung bis hin zu Internet, Sprache und Zahlungsmöglichkeiten – hier findest du die wichtigsten Informationen für deine Reise.
Beste Reisezeit für Estland
Die beste Reisezeit für Estland liegt zwischen Mai und September. In diesen Monaten sind die Tage lang, die Temperaturen angenehm und die meisten Outdoor-Aktivitäten problemlos möglich. Auch die Inseln Saaremaa und Hiiumaa sowie die Nationalparks lassen sich dann gut erkunden.
Für Wanderungen und Rundreisen eignen sich besonders der späte Frühling und Herbst. In diesen Monaten ist oft weniger los als in den Sommerferien. Wer die berühmte „fünfte Jahreszeit“ im Soomaa Nationalpark erleben möchte, sollte dagegen im Frühjahr nach Estland reisen.
Maut und Straßen
Für Pkw und Camper fallen in Estland keine Mautgebühren an. Die Straßen sind insgesamt in gutem Zustand und die wichtigsten Regionen lassen sich problemlos mit dem Auto erreichen.
Wenn du Saaremaa oder Hiiumaa besuchen möchtest, musst du eine Fähre nutzen. Die Überfahrten sind kurz und lassen sich in der Hauptsaison am besten vorab buchen.
Internet
Estland gehört zu den digitalsten Ländern Europas. In Städten, Unterkünften und Restaurants steht meist WLAN zur Verfügung. Dank EU-Roaming kannst du deinen Mobilfunktarif in der Regel ohne zusätzliche Kosten nutzen. Alternativ bieten E-SIM-Anbieter wie Saily* günstige Datentarife für Estland an.
Auch in vielen ländlichen Regionen ist die Netzabdeckung gut. Nur in abgelegenen Wald- und Moorgebieten kann der Empfang gelegentlich schwächer sein.
Zahlung und Währung
In Estland wird mit dem Euro bezahlt. Kartenzahlung ist nahezu überall möglich und wird häufig sogar bevorzugt. Selbst kleinere Beträge lassen sich oft problemlos mit Karte oder Smartphone bezahlen.
Etwas Bargeld kann trotzdem sinnvoll sein, etwa für kleinere Hofläden, Märkte oder abgelegene Regionen.
Sprache und Verständigung
Die Landessprache in Estland ist Estnisch. Besonders in Tallinn und den touristischen Regionen kommst du mit Englisch jedoch problemlos zurecht. Viele jüngere Esten sprechen sehr gut Englisch.
In einigen Regionen, vor allem im Nordosten rund um Narva, wird außerdem häufig Russisch gesprochen. Ein paar Wörter Estnisch zu lernen wird trotzdem gerne gesehen und kommt bei Einheimischen oft gut an.
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Tipps für Camper und Wildcamping
Estland gehört zu den besten Reisezielen im Baltikum für Camper. Ein großer Grund dafür sind die staatlich verwalteten RMK-Stell- und Rastplätze, die über das ganze Land verteilt sind. Viele Plätze liegen direkt an der Küste, an Seen oder mitten im Wald und bieten oft Feuerstellen, Sitzgelegenheiten und Toiletten.
Besonders auf Saaremaa, Hiiumaa und in den Nationalparks findest du viele dieser naturnahen Übernachtungsplätze. So kannst du oft direkt in der Natur übernachten und das Land besonders flexibel erkunden.
Generell wird das Übernachten in der Natur in Estland vergleichsweise entspannt gehandhabt. Trotzdem solltest du die Natur respektieren, keinen Müll hinterlassen und nur dort übernachten, wo es erlaubt ist. Mit den RMK-Plätzen bist du dabei meist auf der sicheren Seite.
Wer etwas mehr Komfort sucht, findet in Estland außerdem zahlreiche Campingplätze mit Stromanschlüssen, Sanitäranlagen und weiteren Einrichtungen für Wohnmobile und Camper.
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Fazit zu einer Estland Reise
Estland bietet eine gelungene Mischung aus historischen Städten, ruhigen Inseln und abwechslungsreichen Naturlandschaften. Von der Altstadt in Tallinn über die Nationalparks Lahemaa und Soomaa bis zu den Inseln Saaremaa und Hiiumaa liegen viele Highlights nur wenige Fahrstunden voneinander entfernt.
Gerade für eine Rundreise mit dem Auto oder Camper eignet sich das Land hervorragend. Dank der kurzen Entfernungen, der zahlreichen RMK-Stellplätze und der vergleichsweise ruhigen Straßen lässt sich Estland entspannt erkunden. Wer neben bekannten Orten auch die Natur und die Küstenregionen entdeckt, bekommt einen guten Eindruck davon, warum Estland für viele noch als Geheimtipp im Baltikum gilt.