Island Ringstraße in 14 Tagen – einmal rund um Island
Island ist wie gemacht für einen Roadtrip mit einem Mietwagen oder Camper. Kaum ein anderes Land lässt sich so gut auf eigene Faust entdecken wie Island auf der Ringstraße. Die Straße führt einmal rund um Island, verbindet die wichtigsten Regionen miteinander und bringt dich direkt zu vielen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Mit 14 Tagen steht zum ersten Mal genug Zeit zur Verfügung, um die Ringstraße nicht nur „abzufahren“, sondern wirklich zu erleben. Wasserfälle, Gletscher, schwarze Strände, Fjorde und vulkanische Landschaften lassen sich gut miteinander verbinden, ohne dass die Reise gehetzt wirkt. Gleichzeitig bleibt Raum für kleinere Wanderungen, spontane Stopps und einzelne Abstecher abseits der Hauptstrecke.
Diese Route ist als Vorschlag für eine Island Rundreise gedacht – nicht als starres Programm. Sie orientiert sich an realistischen Tagesetappen, folgt größtenteils der Ringstraße und kombiniert bekannte Highlights mit ruhigeren Abschnitten. Ideal für alle, die Island zum ersten Mal bereisen und das Land einmal komplett umrunden möchten, ohne sich zu viel vorzunehmen.
Ringstraße Island – Überblick für einen Island Roadtrip
Die berühmte Ringstraße (Route 1) führt einmal komplett rund um Island und ist die Grundlage für viele klassische Rundreisen. Sie verbindet die wichtigsten Regionen des Landes und macht Island zu einem der besten Ziele für einen Roadtrip auf eigene Faust.
Die reine Strecke ist etwa 1.300 Kilometer lang. Mit Abstechern zu Wasserfällen, Gletschern und Küstenabschnitten kommen bei einer Island Ringstraßen Rundreise schnell 1.600 bis 1.800 Kilometer zusammen. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands liegen direkt an der Ringstraße oder nur wenige Minuten davon entfernt, größere Umwege sind selten nötig.
Grundsätzlich ist die Ringstraße das ganze Jahr über befahrbar. In den Sommermonaten sorgen lange Tage und meist stabilere Bedingungen dafür, dass man entspannter unterwegs ist und mehr Zeit für Stopps hat. In der Nebensaison und im Winter ist die Route ebenfalls machbar, allerdings mit kürzeren Tagen und mehr Abhängigkeit vom Wetter. Dann lohnt es sich, das Tempo etwas anzupassen.
Die folgende Route zeigt eine mögliche Aufteilung der Ringstraße auf 14 Tage. Sie ist bewusst realistisch gehalten und lässt Raum für Pausen und kleinere Abstecher.
📍 Auf der folgenden Google-Maps-Karte findest du die komplette Route mit allen wichtigen Stopps entlang der Ringstraße. Sie hilft bei der Planung von Distanzen und Fahrzeiten und dient als praktische Orientierung unterwegs.
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Tag 1 – Ankunft in Keflavík & Besuch in Reykjavik
Der erste Tag dient vor allem dem Ankommen. Nach der Landung in Keflavík übernimmst du entweder den Mietwagen oder deinen Camper und fährst Richtung Reykjavík. Die Strecke ist kurz und unkompliziert und gibt einen ersten Eindruck von der kargen, vulkanischen Landschaft rund um die Hauptstadtregion.
In Reykjavík lohnt es sich, den Start bewusst ruhig zu halten. Ein Spaziergang durch das Zentrum, ein Kaffee in einem der Cafés oder ein kurzer Abstecher zum Hafen reichen völlig aus. Je nach Ankunftszeit bleibt Zeit für Einkäufe, um sich für die kommenden Tage auszustatten, oder um sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Sehenswürdigkeiten wie die Hallgrímskirkja oder die Laugavegur lassen sich gut in einen lockeren Rundgang integrieren, ohne den Tag zu überladen.
Wer mit dem Camper unterwegs ist, findet im Reykjavik City Campsite einen idealen Startpunkt. Der Campingplatz liegt zentral, ist gut ausgestattet und eignet sich perfekt, um nach der Anreise entspannt anzukommen. Mit dem Mietwagen bietet sich eine Unterkunft in oder nahe der Innenstadt an, um den nächsten Tag ohne lange Wege zu beginnen.
👉 Mehr Infos zu Reykjavík findest du im ausführlichen City Guide.
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Tag 2 – Golden Circle mit Þingvellir, Geysir, Gullfoss & Kerið
Am zweiten Tag beginnt der eigentliche Roadtrip. Von Reykjavík aus geht es früh los auf den Golden Circle, eine der bekanntesten Routen des Landes. Die Strecke ist gut ausgebaut und lässt sich entspannt fahren, auch wenn hier meist mehr los ist als in anderen Regionen.
Erster Halt ist der Thingvellir Nationalpark, wo sich die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte treffen. Kurze Spaziergänge führen durch die Schluchtlandschaft, vorbei an kleinen Wasserläufen und Aussichtspunkten über den Þingvallavatn-See. Weiter geht es ins Geothermalgebiet Geysir. Der aktive Strokkur bricht in regelmäßigen Abständen aus und schleudert eine Wasserfontäne mehrere Meter in die Höhe. Rund um die heißen Quellen lohnt es sich, ein wenig Zeit einzuplanen und die Landschaft auf sich wirken zu lassen.
Ein weiterer Höhepunkt ist der mächtige Wasserfall Gullfoss, der sich über zwei Stufen in eine enge Schlucht ergießt. Je nach Licht und Wassermenge wirkt der Gullfoss jedes Mal etwas anders und gehört für viele zu den eindrucksvollsten Wasserfällen Islands.
Ein guter letzter Stopp ist der Kerið, ein Vulkankrater mit See, der sich über einen kurzen Rundweg erkunden lässt. So bleibt genug Zeit, die Eindrücke wirken zu lassen, bevor es am nächsten Tag weiter Richtung Südküste geht.
👉 Mehr Infos zum Golden Circle findest du im ausführlichen Blogbeitrag.
Tag 3 – Wasserfälle und Gletscher an der Südküste: Seljalandsfoss, Skógafoss & Sólheimajökull
Am dritten Tag folgt die Fahrt entlang der Südküste, einer der abwechslungsreichsten Abschnitte der gesamten Strecke. Schon nach kurzer Zeit tauchen die ersten großen Wasserfälle auf, die direkt von der Ringstraße aus erreichbar sind und ohne lange Umwege besucht werden können.
Der Seljalandsfoss ist einer der ersten Stopps des Tages. Über einen kurzen Weg kann man – je nach Wetter – hinter den Wasserfall gehen und ihn aus einer ungewöhnlichen Perspektive erleben. Besonders am Morgen oder am Abend ist es hier oft etwas ruhiger, bevor größere Besuchergruppen eintreffen.
Nur wenige Minuten weiter liegt der Skógafoss, einer der beeindruckendsten Wasserfälle Islands. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte die Treppe neben dem Wasserfall hinaufsteigen und anschließend ein Stück flussaufwärts entlang der Skógá wandern. Schon nach kurzer Strecke wird es deutlich ruhiger und die Landschaft wirkt offener und ursprünglicher. Ganz in der Nähe befindet sich der Kvernufoss, für viele einer der schönsten Wasserfälle der Region. Er liegt etwas versteckt und ist über einen kurzen Spaziergang erreichbar.
Zum Abschluss des Tages bietet sich ein Abstecher zum Sólheimajökull an. Die Gletscherzunge ist gut zugänglich und vermittelt einen ersten Eindruck von der Kraft und Veränderlichkeit der isländischen Gletscher. Wer tiefer eintauchen möchte, kann hier auch an einer geführten Gletscherwanderung teilnehmen.
Tag 4 – Vík, schwarze Strände & Abstecher zur Fjaðrárgljúfur
Der vierte Tag bleibt an der Südküste und verbindet Küstenlandschaften mit einer der eindrucksvollsten Schluchten des Landes. Die Fahrdistanzen sind überschaubar, dafür wechseln die Landschaften immer wieder deutlich.
Rund um Vík zeigt sich die Südküste von ihrer rauen Seite. Der bekannte schwarze Strand Reynisfjara mit seinen Basaltsäulen und den Felsnadeln im Meer wirkt je nach Wetter dramatisch und kraftvoll. Die Wellen sind hier oft stark und unberechenbar, deshalb ist es wichtig, ausreichend Abstand zum Wasser zu halten. Auch ein kurzer Stopp im Ort selbst lohnt sich, etwa für einen Kaffee oder um von etwas oberhalb des Ortes bei der kleinen Kirche den Blick über die Küste schweifen zu lassen.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages ist der Fjaðrárgljúfur. Die Schlucht ist über einen kurzen Abstecher erreichbar und lässt sich über mehrere Aussichtspunkte von oben erkunden. Der Fluss schlängelt sich tief eingeschnitten durch das grüne Gestein, und die Wege sind gut ausgebaut. Je nach Licht wirkt die Schlucht jedes Mal etwas anders und bildet einen starken Kontrast zur offenen Küstenlandschaft.
👉 Mehr zu Vík und den schwarzen Stränden findest du im separaten Beitrag.
Tag 5 – Skaftafell & Wanderung zum Svartifoss
Der fünfte Tag führt weiter Richtung Osten in den Skaftafell-Nationalpark, einen der vielseitigsten Abschnitte der Reise nach Island. Die Landschaft verändert sich spürbar: Gletscherzungen, weite Ebenen und dunkle Lavaflächen prägen das Bild und sorgen für einen guten Kontrast zu den Tagen an der Küste.
Im Skaftafell-Nationalpark lohnt es sich, Zeit fürs Wandern einzuplanen. Besonders beliebt ist die Wanderung zum Svartifoss, der von markanten Basaltsäulen umgeben ist. Der Weg ist gut ausgebaut und führt durch abwechslungsreiche Landschaft mit mehreren Aussichtspunkten. Wer noch etwas weiter gehen möchte, findet entlang der Wege immer wieder schöne Blicke auf die umliegenden Gletscher.
Zusätzlich bietet sich ein kurzer Spaziergang in Richtung Gletschersee an, der vom Besucherzentrum aus gut erreichbar ist. Ohne große Anstrengung bekommt man hier einen direkten Eindruck davon, wie nah Eis und Landschaft im Skaftafell beieinanderliegen. Der Tag lässt sich gut einteilen und bietet genug Raum für Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten.
👉 Mehr Infos zur Wanderung findest du im ausführlichen Blogbeitrag.
Tag 6 – Gletscherlagune Jökulsárlón & Diamond Beach
Der sechste Tag gehört einem der bekanntesten Orte auf ganz Island: der Jökulsárlón. Schon bei der Anfahrt wird die Landschaft offener, die Gletscher rücken näher an die Straße heran und die Vorfreude steigt. Die Lagune selbst verändert sich ständig – Eisberge treiben langsam durchs Wasser, brechen auseinander oder drehen sich lautlos im Licht.
Es lohnt sich, hier etwas Zeit einzuplanen und einfach zu beobachten. Je nach Tageszeit und Wetter wirkt die Lagune jedes Mal anders. Wer mag, kann einen kurzen Spaziergang entlang des Ufers machen oder sich an einen der ruhigeren Plätze setzen und die Bewegung des Eises verfolgen.
Direkt gegenüber liegt der Diamond Beach, wo die Eisbrocken aus der Lagune angespült werden und auf dem schwarzen Sand liegen. Größe, Form und Farbe ändern sich ständig – kein Besuch gleicht dem anderen. Auch hier reicht oft schon ein kurzer Rundgang, um einen guten Eindruck zu bekommen.
Durch die kurzen Wege lassen sich Lagune und Strand gut kombinieren, ohne dass der Tag hektisch wird. Viele bleiben länger als geplant, weil die Stimmung vor Ort einfach Zeit braucht.
👉 Mehr über die Gletscherlagune Jökulsárlón und den Diamond Beach erfährst du im separaten Beitrag.
Tag 7 – Ostfjorde & Stokksnes
Nach den vielen bekannten Highlights der letzten Tage wird es heute spürbar ruhiger. Die Fahrt durch die Ostfjorde zählt für viele zu den entspanntesten Abschnitten auf der Ringstraße von Island. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste, immer wieder öffnen sich Ausblicke auf Fjorde, kleine Buchten und vereinzelte Höfe.
Ein besonders lohnender Stopp ist Stokksnes mit Blick auf den markanten Vestrahorn. Schwarzer Sand, Dünen und das massive Bergmassiv im Hintergrund sorgen für eine ganz eigene Stimmung, die sich deutlich von der Südküste unterscheidet. Je nach Licht und Wetter wirkt die Landschaft hier rau, fast schon mystisch – ein guter Ort, um sich Zeit zu nehmen, einen kurzen Spaziergang zu machen und einfach den Moment zu geniessen.
Der Rest des Tages ist vor allem vom Unterwegssein geprägt. Kleine Orte, kurze Fotostopps und immer wieder neue Perspektiven machen die Fahrt abwechslungsreich, ohne dass viele Programmpunkte eingeplant werden müssen. Genau diese Ruhe macht den Reiz der Ostfjorde aus.
Tag 8 – Hengifoss & Stuðlagil: Zwei Highlights auf der Island Rundreise
Der heutige Tag bringt wieder etwas Abwechslung ins Programm und verbindet zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Beide Stopps sind nicht direkt an der Ringstraße gelegen, lassen sich aber gut miteinander kombinieren und sorgen für einen aktiveren Tag.
Der Hengifoss zählt zu den höchsten Wasserfällen Islands und ist nur zu Fuß erreichbar. Die Wanderung führt moderat bergauf und folgt dem Flusslauf ins Tal hinein. Bereits auf dem Weg liegt der Litlanesfoss, der von markanten Basaltsäulen eingerahmt ist und für viele schon ein Highlight darstellt. Der weitere Weg zum Hengifoss ist gut angelegt und bietet immer wieder schöne Ausblicke, bevor der Wasserfall schließlich über rötlich geschichtete Felswände in die Tiefe stürzt.
Später geht es weiter zur Basaltschlucht Stuðlagil, einem der eindrucksvollsten Orte dieser Region. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, die Schlucht zu erkunden. Auf der Westseite führen Wege zu mehreren Aussichtsplattformen, von denen man einen guten Überblick über die Schlucht hat. Die Ostseite erfordert eine kurze Wanderung, führt dafür aber näher an den Fluss heran und bietet die eindrucksvolleren Perspektiven auf die Basaltsäulen.
Der Tag verbindet Bewegung mit besonderen Landschaftsformen und bleibt gut machbar, wenn man sich auf diese beiden Ziele konzentriert.
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Tag 9 – Mývatn: Lavafelder, Krater & Geothermalgebiete
Der neunte Tag gehört komplett der Region rund um den Mývatn. Hier liegen viele Sehenswürdigkeiten dicht beieinander, die Fahrzeiten sind kurz und lassen sich gut mit Spaziergängen und kleinen Wanderungen kombinieren. Genau deshalb lohnt es sich, einen ganzen Tag einzuplanen und nicht nur durchzufahren.
Dimmuborgir gehören zu den bekanntesten Stopps am Mývatn. Die bizarren Lavaformationen wirken wie ein natürliches Labyrinth und lassen sich über mehrere gut markierte Rundwege erkunden. Je nach Lust und Zeit kann man hier nur einen kurzen Spaziergang machen oder etwas länger unterwegs sein.
Der Hverfjall ist ein mächtiger Aschekrater, der schon von Weitem sichtbar ist. Der Aufstieg zum Kraterrand ist gleichmäßig, aber etwas steiler. Oben angekommen lässt sich der Krater einmal umrunden, mit weitem Blick über den See, die Lavafelder und die umliegenden Berge.
Ganz anders präsentiert sich das Geothermalgebiet Hverir. Hier dampft und brodelt es aus dem Boden, der Schwefelgeruch liegt deutlich in der Luft und die Farben des Untergrunds wirken fast surreal. Über Holzstege lassen sich die einzelnen Bereiche gut erkunden.
Tag 10 – Diamond Circle, Whale Watching, Goðafoss & Akureyri
Der zehnte Tag führt durch den Norden Islands und verbindet einige der bekanntesten Stopps dieser Region. Trotz der vielen Möglichkeiten bleibt der Ablauf gut planbar, da die Entfernungen überschaubar sind und sich die Highlights gut aufteilen lassen.
Ein erster Höhepunkt ist der Dettifoss, einer der kraftvollsten Wasserfälle Europas. Schon aus der Ferne ist die Wucht des Wassers spürbar, das sich mit enormer Kraft in die Schlucht stürzt. Ganz in der Nähe liegt auch der Selfoss, der oft etwas ruhiger wirkt und einen schönen Kontrast zum Dettifoss bildet. Beide lassen sich gut miteinander kombinieren und geben einen eindrucksvollen Einblick in die rohe Kraft des Wassers in dieser Region.
Viele nutzen den Tag außerdem für eine Whale Watching Tour ab Húsavík. Die Chancen, Wale zu sehen, stehen hier besonders gut. Wer sich dafür entscheidet, sollte den Tagesablauf entsprechend anpassen, da die Touren meist mehrere Stunden dauern.
Bevor es weiter nach Akureyri geht, lohnt sich ein Stopp am Goðafoss. Der Wasserfall liegt direkt an der Strecke und lässt sich unkompliziert besuchen. Seine breite, geschwungene Form macht ihn zu einem stimmungsvollen Abschluss des Naturteils.
Am Abend erreicht man Akureyri. Die Stadt eignet sich gut für ein entspanntes Abendessen nach einem langen Tag, und es gibt eine gute Auswahl an Restaurants und Unterkünften. Ein kurzer Spaziergang entlang des Fjords oder durch das Zentrum rundet den Tag angenehm ab.
Tag 11 – Westen Islands mit Reykjafoss, Hvítserkur, Kolugljúfur & Grábrók
Der Tag 11 ist ein klassischer Fahrtag mit mehreren lohnenden Stopps entlang der Strecke. Die Landschaft wirkt offener und ruhiger als im Süden und Norden, die Distanzen sind etwas länger, lassen sich aber gut mit kurzen Pausen auflockern.
Ein guter erster Halt ist der Reykjafoss. Der Wasserfall liegt etwas abseits, ist aber über einen kurzen Spaziergang gut erreichbar und meist deutlich ruhiger als viele bekannte Stopps im Süden. Ein schöner Ort für eine kurze Pause zwischendurch.
Weiter Richtung Küste folgt der Hvítserkur, einer der markantesten Felsen Islands. Der freistehende Basaltfelsen ragt direkt aus dem Meer und verändert je nach Licht und Gezeiten ständig sein Aussehen. Ein kurzer Weg führt hinunter zum Strand und ermöglicht verschiedene Perspektiven.
Nicht weit davon entfernt liegt der Kolugljúfur, eine Schlucht mit mehreren Wasserfällen, die sich gut über kurze Wege erkunden lässt. Der Ort ist oft wenig besucht und eignet sich gut für einen entspannten Zwischenstopp ohne großen Zeitaufwand.
Zum Abschluss des Tages bietet sich der Grábrók an. Der Krater liegt direkt an der Straße und lässt sich über einen kurzen Aufstieg umrunden. Von oben hat man einen weiten Blick über Lavafelder und die umliegende Landschaft – ein schöner Abschluss dieses Fahrtages.
Tag 12 – Halbinsel Snæfellsnes
Der zwölfte Tag ist komplett der Snæfellsnes gewidmet. Die Halbinsel wird oft als „Island im Kleinen“ beschrieben, weil hier viele Landschaftsformen auf engem Raum zusammenkommen. Die Distanzen sind kurz, dafür reiht sich ein abwechslungsreicher Stopp an den nächsten.
Entlang der Küste wechseln sich Lavafelder, schwarze Sandstrände und kleine Fischerdörfer ab. Immer wieder öffnen sich Blicke auf das Meer und – bei guter Sicht – auf den Snæfellsjökull, der das Landschaftsbild prägt. Viele Orte lassen sich ohne große Wanderungen erkunden, kurze Spaziergänge reichen meist aus, um einen guten Eindruck zu bekommen.
Einer der bekanntesten Orte ist der Kirkjufell mit dem gleichnamigen Wasserfall. Der markante Berg gehört zu den meistfotografierten Motiven Islands und lässt sich problemlos bei einem kurzen Stopp erkunden. Entlang der Küste lohnt sich außerdem ein Abstecher zu den schwarzen Stränden und Felsformationen rund um Arnarstapi, wo kurze Wege entlang der Klippen führen und immer wieder der Blick aufs Meer frei wird.
Gerade weil die Halbinsel kompakt ist, fühlt sich der Tag trotz vieler Eindrücke nicht gehetzt an. Es bleibt Zeit, unterwegs spontan anzuhalten, ein Stück die Küste entlangzugehen oder einfach die Stimmung auf sich wirken zu lassen.
👉 Alle Sehenswürdigkeiten der Halbinsel Snaefellsnes findest du im ausführlichen Blogbeitrag.
Tag 13 – Reykjanes-Halbinsel: Geldingadalir, Geothermalgebiete & Blue Lagoon
Der Tag 13 der Island Reise führt auf die Halbinsel Reykjanes und zeigt noch einmal eine ganz andere Seite Islands. Die Landschaft ist rau, vulkanisch und deutlich karger als in vielen anderen Regionen. Viele Stopps liegen nah beieinander und lassen sich gut je nach Zeit und Interesse kombinieren.
Ein möglicher Programmpunkt ist die Wanderung im Gebiet Geldingadalir, wo in den letzten Jahren mehrere Vulkanausbrüche stattgefunden haben. Die Route führt durch frische Lavafelder und über eine offene Hügellandschaft. Je nach Strecke und Bedingungen sollte man mehrere Stunden einplanen. Auch wenn gerade keine Aktivität herrscht, vermittelt die Landschaft einen guten Eindruck davon, wie dynamisch diese Region ist.
Ganz anders wirken die Geothermalgebiete Seltún und Gunnuhver. Über Holzstege geht es durch eine Landschaft, in der der Boden spürbar lebt: Dampf steigt auf, es zischt und blubbert, und der Geruch von Schwefel liegt in der Luft. Die Farben des Untergrunds wechseln zwischen Gelb-, Rot- und Grautönen und machen schnell klar, wie aktiv der Untergrund hier ist – ganz ohne lange Wege oder größere Anstrengung.
Zum Abschluss bietet sich ein Besuch der Blue Lagoon an. Das warme, milchblaue Wasser bildet einen starken Kontrast zur kargen Lavaumgebung. Wer möchte, kann hier noch einmal bewusst entspannen, bevor die Reise am nächsten Tag endet. Eine Reservierung im Voraus ist empfehlenswert.
👉 Alle Infos zur Reykjanes Halbinsel findest du im ausführlichen Blogbeitrag.
Tag 14 – Letzte Stopps & Rückfahrt nach Keflavík
Der letzte Tag dient als entspannter Abschluss der Reise. Je nach Abflugzeit bleibt noch Raum für einen letzten kurzen Stopp, einen Spaziergang oder einfach dafür, die Eindrücke der vergangenen Tage wirken zu lassen.
Die Strecke Richtung Keflavík ist kurz und unkompliziert. Wer am Vortag nicht alles gesehen hat, kann einzelne Orte auf der Reykjanes-Halbinsel noch einmal aufgreifen oder unterwegs spontan anhalten. Gerade dieser Puffer macht den letzten Tag angenehm und nimmt den Zeitdruck vor der Abreise.
Mit der Rückgabe des Mietwagens oder Campers endet eine intensive Rundreise in Island durch sehr unterschiedliche Landschaften – von Wasserfällen und Gletschern bis hin zu Lavafeldern und Küsten.
Island Reise – Beste Reisezeit für die Ringstraße
Die Ringstraße ist grundsätzlich das ganze Jahr über befahrbar – trotzdem fühlt sich eine Reise je nach Saison komplett anders an. Für eine Strecke mit vielen Kilometern und vielen Stopps sind vor allem Tageslicht und Wetter entscheidend.
In der Hauptsaison sind die Tage lang und man hat deutlich mehr Spielraum. Man kann unterwegs länger stehen bleiben, abends noch einen kurzen Spaziergang machen oder auch mal spontan einen Umweg einbauen. Genau in dieser Zeit spielt eine 14-Tage-Route ihre Stärken aus, weil man nicht nur fährt, sondern auch Zeit vor Ort hat.
In der Nebensaison und im Winter wird es ruhiger, aber auch anspruchsvoller. Die Tage sind kürzer, das Wetter wechselhafter und man kommt oft langsamer voran – nicht unbedingt wegen Schnee, sondern auch wegen Wind, Sicht und generell weniger „Puffer“ im Tageslicht. Dann ist es oft sinnvoller, die Route kompakter zu halten oder einzelne Abschnitte bewusster zu wählen.
Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es sich, regelmäßig die aktuellen Bedingungen zu checken. SafeTravel.is ist dafür eine gute Anlaufstelle, gerade wenn es um Straßen, Wetterwarnungen und Sicherheitshinweise geht.
Unterkünfte und Campingplätze entlang der Ringstraße um Island
Entlang der Ringstraße gibt es viele Möglichkeiten für eine Unterkunft – von Gästehäusern und Hotels bis hin zu Campingplätzen. Trotzdem lohnt es sich, gerade in der Hauptsaison früh zu planen, weil beliebte Regionen schnell voll werden.
Mit Hotels und Gästehäusern hat man klare Etappen und nach einem langen Tag einen fixen Anlaufpunkt. Das ist angenehm, wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist oder abends nicht mehr überlegen möchte, wo man jetzt übernachten soll. In Gegenden wie der Südküste oder rund um bekannte Highlights sind Unterkünfte aber oft früh ausgebucht.
Campingplätze sind eine flexible Alternative und in Island weit verbreitet. Gerade in der Hauptsaison lässt sich damit spontaner reisen, weil es meist mehrere Optionen in der Nähe gibt. In der Nebensaison und im Winter ist das Angebot kleiner und nicht jeder Platz geöffnet, weshalb Camper dann etwas mehr vorausplanen sollten.
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Mietwagen, Camper & Planung
Die meisten übernehmen ihren Mietwagen oder Camper direkt am Flughafen in Keflavík oder an einer Station in Reykjavík. Beide Optionen sind unkompliziert und gut organisiert. Wichtig ist vor allem, das Fahrzeug frühzeitig zu reservieren – besonders in der Hauptsaison sind viele Modelle schnell ausgebucht.
Für die Ringstraße brauchst du in der Regel kein 4×4. Die Strecke ist größtenteils asphaltiert und gut ausgebaut. Ein Allradfahrzeug lohnt sich vor allem dann, wenn du gezielt Schotterpisten einplanst oder ins Hochland möchtest.
Ob Mietwagen oder Camper besser passt, hängt stark vom Reisestil ab. Mit dem Mietwagen sind feste Unterkünfte oft entspannter, weil die Tage klar strukturiert sind. Mit dem Camper hat man mehr Freiheit, spontan zu entscheiden, wie weit man fährt – vor allem im Sommer, wenn das Angebot an Campingplätzen gross ist.
Bei den Tagesdistanzen hilft eine einfache Faustregel: Lieber weniger Kilometer planen, als es auf dem Papier „gerade so“ passt. 150 bis 200 km pro Tag sind meist realistisch, so bleibt genug Zeit für spontane Stopps und kleine Wanderungen.
Das Wetter spielt in Island eine zentrale Rolle und sollte unterwegs regelmäßig im Blick behalten werden. Es lohnt sich, mehrmals täglich einen Blick in eine Wetter-App zu werfen, da sich Wind, Niederschlag und Sicht schnell ändern können. Zusätzlich ist SafeTravel.is eine wichtige Anlaufstelle, um sich über aktuelle Straßenbedingungen und Sicherheitshinweise zu informieren.
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Fazit zu einer Reise nach Island auf der Ringstraße
Die Ringstraße in 14 Tagen bietet eine sehr gute Möglichkeit, Island in seiner ganzen Vielfalt kennenzulernen. Die Strecke verbindet bekannte Highlights mit ruhigeren Abschnitten und lässt – bei realistischer Planung – genug Zeit, um nicht nur von Ort zu Ort zu fahren, sondern auch wirklich anzukommen.
Besonders gut eignet sich diese Route für alle, die Island zum ersten Mal besuchen und einen umfassenden Eindruck vom Land bekommen möchten. Mit zwei Wochen Reisezeit lassen sich viele Regionen miteinander verbinden, ohne dass jeder Tag unter Zeitdruck steht. Gleichzeitig bleibt Raum für kleine Wanderungen, spontane Stopps und Pausen – oft genau die Momente, die am längsten in Erinnerung bleiben.
Wenn du weniger Zeit hast, ist es oft entspannter, sich auf eine Region zu konzentrieren. Dafür findest du hier passende Routen für 7 Tage und 10 Tage, die bewusst kompakter geplant sind und trotzdem viele Highlights bieten.
Wenn du dagegen mehr Zeit mitbringst oder Island bereits kennst, kannst du z.B. über die Westfjorde als Ergänzung für deine Island Reise nachdenken. Die Region ist deutlich ruhiger, weitläufiger und ursprünglicher als viele Orte im Süden und bietet einen spannenden Kontrast zu den stärker besuchten Gegenden der Insel.

Die Westfjorde in Island gehören zu den abgelegensten und gleichzeitig schönsten Regionen des Landes. Tiefe Fjorde, steile Klippen, einsame Strände und lange Küstenstraßen prägen das…
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