Geysir Strokkur in Island: Das Naturschauspiel im Haukadalur erleben
Der Strokkur Geysir liegt im Haukadalur im Südwesten von Island. Das Gebiet gehört zum Golden Circle und ist von Reykjavik aus gut erreichbar. Genau deshalb zählt der Ort zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes und zieht Touristen aus der ganzen Welt an.
Der Geysir Strokkur ist der aktivste Geysir Islands. In kurzen Abständen schießt heißes Wasser aus dem Boden und bildet eine hohe Wasserfontäne. Direkt daneben liegt der Große Geysir, der dem Phänomen seinen Namen gegeben hat. Heute bricht er nur noch selten aus, gehört aber weiterhin zum bekannten Geysirgebiet.
Der Haukadalur ist ein typisches Heißwassertal mit dampfenden Quellen, blubbernden Schlammtöpfen und deutlich sichtbaren mineralischen Ablagerungen. Rund um den Geysir Strokkur ist oft viel Betrieb, vor allem tagsüber. Wer sich etwas vom Hauptbereich des Geysirs entfernt, bekommt aber schnell einen besseren Eindruck vom gesamten Gebiet der Geysire und von der Landschaft ringsum.
Der große Geysir und Strokkur: Ausbruch & Besonderheiten
Der Geysir Strokkur ist bekannt für seine sehr regelmäßigen Eruptionen. In der Regel bricht er alle acht bis zehn Minuten aus. Dadurch müssen Besucher nicht lange warten, bis sich das nächste Naturschauspiel zeigt. Genau diese Zuverlässigkeit macht ihn zum aktivsten Geysir in Island.
Vor einem Ausbruch ist gut zu beobachten, wie sich das Wasser im Becken bewegt. Zunächst beginnt es zu brodeln, dann wölbt sich eine große, oft tiefblaue Wasserblase nach oben. Kurz darauf wird das Wasser mit Kraft in die Höhe geschleudert. Die Wasserfontäne erreicht eine Höhe von 20 bis 35 Metern, gelegentlich auch mehr. Das Schauspiel selbst dauert nur wenige Sekunden, ist aber sehr eindrucksvoll.
Das Wasser ist dabei kochend heiß. Deshalb gibt es rund um den Geysir eine klare Absperrung. Die markierten Wege sollten nicht verlassen werden, auch wenn der Abstand manchmal groß wirkt. Wind kann die heiße Wassersäule seitlich verwehen, was man vor allem bei stärkerem Ausbruch merkt.
Wenige Meter daneben liegt der Große Geysir, der als Namensgeber aller Geysire gilt. Er wurde bereits im Mittelalter erwähnt und war früher für gewaltige Eruptionen bekannt, die Höhen von über 60 Metern erreichten. Im 20. Jahrhundert verstopften jedoch Ablagerungen die Wasserkanäle, und die Aktivität nahm stark ab. Heute ist der Große Geysir meist ruhig und bricht nur noch selten aus.
Geologisch gesehen ist Strokkur Teil eines aktiven Geysirgebiets, in dem heißes Wasser aus großer Tiefe durch enge Kanäle nach oben gedrückt wird. Nach einem Erdbeben im Jahr 2000 wurde die Zuleitung wieder freigelegt – seitdem bricht der Geysir Strokkur zuverlässig aus.
Haukadalur & Aussichtspunkt Útsýnisstaður
Das Haukadalur zählt zu den bekanntesten Heißquellengebieten Islands. Das Tal ist geprägt von heißen Quellen, dampfenden Öffnungen und blubbernden Schlammtöpfen. An vielen Stellen steigt Dampf aus dem Boden auf, begleitet vom typischen Schwefelgeruch, der das Gebiet klar als aktives Geothermalfeld erkennen lässt.
Rund um den grossen Geysir und Strokkur führen gut ausgebaute Holzstege die Besucher gezielt und sicher durch das Areal. Entlang dieser Stege lassen sich verschiedene Becken und Quellen aus nächster Nähe beobachten. Besonders rund um den Großen Geysir, den historischen Namensgeber aller Geysire, wird deutlich, wie aktiv der Untergrund hier ist – auch wenn dieser heute nur noch selten ausbricht.
Viele Besucherinnen und Besucher halten sich nur kurz im zentralen Bereich auf, warten auf einen Ausbruch und fahren anschließend weiter. Wer sich jedoch etwas mehr Zeit nimmt, entdeckt oberhalb vom Heißquellengebiet einen tollen Aussichtspunkt. Der Útsýnisstaður liegt leicht erhöht am Rand des Gebietes und ist über einen kurzen, gut erkennbaren Weg erreichbar. Von hier eröffnet sich ein weiter Blick über das gesamte Heißwassertal und auf die Landschaft auf der gegenüberliegenden Talseite. Gerade im Vergleich zum oft vollen Bereich unten wirkt dieser Platz ruhig und übersichtlich.
Planung für den Besuch der Geysire
Das Geysirgebiet ist leicht zugänglich und gut organisiert. Das Areal liegt am Golden Circle und ist von Reykjavík aus in rund anderthalb Stunden erreichbar. Die Anfahrt ist ganzjährig möglich und die Straßen sind gut ausgebaut.
Vor Ort stehen mehrere große Parkplätze zur Verfügung. Der Zugang zum Gebiet ist kostenlos, ebenso der Aufenthalt auf den Wegen und Holzstegen, jedoch wird für das Parken wie fast überall in Island eine Parkgebühr über die Parka App aufgerufen. In unmittelbarer Nähe gibt es Toiletten, ein Besucherzentrum sowie Möglichkeiten für eine kurze Pause. Alles ist auf viele Gäste ausgelegt – was auch nötig ist, denn es handelt sich um einen der meistbesuchten Orte Islands.
Besonders voll wird es tagsüber, wenn Reisebusse im Rahmen des Golden Circle unterwegs sind. Zwischen spätem Vormittag und dem Nachmittag herrscht meist der größte Andrang. Wer es ruhiger mag, kommt früh am Morgen oder am späten Abend. Dann sind deutlich weniger Menschen vor Ort, und die Ausbrüche lassen sich entspannter beobachten.
Für den Besuch sollten etwa ein bis zwei Stunden eingeplant werden. So bleibt genug Zeit für mehrere Eruptionen, den Rundgang durch das Heißquellengebiet und einen Abstecher zum Aussichtspunkt.
Golden Circle – Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Das Geysirgebiet liegt im Herzen des Golden Circle und lässt sich gut mit weiteren bekannten Zielen kombinieren.
Nur wenige Fahrminuten entfernt liegt der Gullfoss. Der große Wasserfall stürzt in zwei Stufen in eine enge Schlucht und gehört zu den eindrucksvollsten Natursehenswürdigkeiten Islands. Durch seine Nähe wird er häufig direkt im Anschluss besucht.
Ebenfalls Teil des Golden Circle ist der Þingvellir-Nationalpark. Hier treffen Geschichte und Geologie aufeinander: Der Thingvellir Park liegt an der Grenze zweier Kontinentalplatten und war zugleich der Ort des ersten isländischen Parlaments. Gut ausgebaute Wege ermöglichen kurze Rundgänge durch das Gebiet.
Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Stationen flexibel anpassen. Viele Besucher starten früh bei Þingvellir, fahren weiter ins Heißquellengebiet Haukadalur und beenden den Tag am Gullfoss. Alternativ lässt sich die Reihenfolge auch umdrehen, um Stoßzeiten zu umgehen.
Tipps für Camper
Rund um das Geysirgebiet findest du mehrere gut gelegene Campingplätze, die sich gut in eine Route durch den Golden Circle einbinden lassen. Wer mit dem Camper unterwegs ist, kann so Zeiten mit hohem Besucherandrang gezielt umgehen.
Direkt beim Haukadalur liegt Camping Geysir. Der Platz ist nur in der Hauptsaison geöffnet, eignet sich dann aber besonders gut für einen Besuch am frühen Morgen oder am späten Abend. Zu diesen Tageszeiten ist es im Geysirgebiet deutlich ruhiger als tagsüber und du sparst dir damit die Parkgebühren beim Hauptparkplatz,
Eine weitere gute Option ist Skjól Camping. Der Campingplatz liegt zwischen dem Geysirgebiet und dem Wasserfall Gullfoss. So lassen sich beide Sehenswürdigkeiten gut auf zwei Tageszeiten verteilen – zum Beispiel ein Besuch am Abend und ein weiterer am nächsten Morgen, wenn noch kaum Reisebusse unterwegs sind. Zusätzlich gibt es direkt am Platz ein empfehlenswertes Restaurant.
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