Seljalandsfoss und Gljúfurárfoss – zwei Wasserfälle in Südisland
Der Seljalandsfoss ist ein bekannter Wasserfall in Island und liegt an der Südküste Islands. Viele Reisende besuchen ihn im Rahmen einer Tagestour ab Reykjavik oder während einer Rundreise durch den Süden der Insel. Der Wasserfall ist leicht erreichbar und eignet sich dadurch gut für einen kurzen Stopp.
Der Wasserfall stürzt hier frei über eine Felskante in die Tiefe. Ein schmaler Pfad führt hinter dem Wasserfall entlang, was den Besuch besonders macht. Dadurch lässt sich der Seljalandsfoss Wasserfall aus nächster Nähe erleben.
Durch die Lage direkt an der Ringstraße gehört der Besuch des Seljalandsfoss für viele zum festen Programm. Entsprechend ist hier oft viel los – unabhängig von Jahreszeit oder Tageszeit.
Wasserfall Seljalandsfoss – Highlight an der Ringstraße
Der Seljalandsfoss Wasserfall liegt im Süden von Island und fällt rund 60 Meter über eine steile Klippe. Gespeist wird er vom Fluss Seljalandsá, der aus dem Gebiet des Eyjafjallajökull kommt.
Der Besuch ist unkompliziert. Vom Zugang führt ein kurzer, flacher Weg direkt zum Wasserfall. Mehrere Aussichtspunkte liegen nah beieinander, sodass sich der Seljalandsfoss aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten lässt. Besonders beliebt sind Standorte leicht seitlich des Wasserfalls, von denen sich der Wasservorhang gut vor der Landschaft der Südküste Islands abhebt.
Eine Besonderheit ist der Pfad hinter dem Wasserfall. Er verläuft direkt an der Felswand entlang und ermöglicht einen Rundgang hinter dem herabstürzenden Wasser. Dadurch lässt sich das Wasser aus einer Perspektive erleben, die bei Wasserfällen eher selten ist. Der Weg ist kurz, aber durch Gischt und Wassernebel oft sehr nass. Festes Schuhwerk daher wirklich ist sinnvoll, besonders bei Wind.
Für Fotografen lohnt es sich, nicht nur an den direkten Aussichtspunkten zu bleiben. Etwas abseits finden sich ruhigere Orte mit weniger Betrieb. Von dort ergeben sich andere Blickwinkel, fernab der typischen Motive.
Gljúfrabúi (Gljúfurárfoss) – der versteckte Wasserfall
Nur wenige Gehminuten vom Seljalandsfoss entfernt liegt der Gljúfrabúi, auch als Gljúfurárfoss bekannt. Der Wasserfall ist von außen kaum zu erkennen, da er sich in einer schmalen Felsspalte verbirgt. Trotz der Nähe wird er oft erst auf den zweiten Blick wahrgenommen.
Der Zugang führt durch eine enge Schlucht. Je nach Wasserstand muss man ein Stück durch flaches Wasser oder über Steine gehen. Dabei wird man fast immer nass, da sich das Wasser in der Schlucht sammelt und viel Gischt entsteht. Am Ende öffnet sich der Blick auf den Wasserfall, der direkt in eine kleine, abgeschlossene Felskammer stürzt.
In den letzten Jahren ist der Gljúfrabúi zu einem bekannten Instagram-Motiv geworden. Entsprechend stehen Besucher hier oft Schlange für ein Selfie. Wem das zu blöd ist, kann den Wasserfall auch von etwas weiter außen kurz betrachten, ohne sich in die Schlucht zu stellen.
Lage, Parkplatz & Tagestouren ab Reykjavík
Der Seljalandsfoss liegt direkt an der Ringstraße und lässt sich gut in eine Tagestour ab Reykjavík einbauen. Die Fahrt von Reykjavík dauert etwa zwei Stunden. Viele Besucher steuern den Wasserfall im Rahmen eines Tagesausflugs entlang der Südküste Islands an.
Am Wasserfall gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz, der sich unmittelbar am Zugang befindet. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Wasserfall selbst. Der Weg ist kurz und eben, was den Besuch auch bei knapper Zeit möglich macht.
Es halten hier regelmäßig Tourbusse, die den Seljalandsfoss mit weiteren bekannten Zielen der Südküste kombinieren. Häufige Stopps sind zum Beispiel der Skógafoss, der schwarze Sandstrand Reynisfjara bei Vík oder andere Wasserfälle entlang der Route. Der Seljalandsfoss ist dabei meist einer von mehreren kurzen Stopps innerhalb eines Tagesprogramms.
Beste Reisezeit & Bedingungen am Seljalandfoss
Der Seljalandsfoss kann das ganze Jahr über besucht werden, wirkt aber je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich. In den Sommermonaten ist der Wasserfall frei zugänglich, der Pfad hinter dem Wasserfall meist geöffnet und die Tage sind lang. Dafür ist zu dieser Zeit auch am meisten los.
Im Winter auf Island verändert sich der Ort deutlich. Eis und Schnee legen sich an die Felsen, der Pfad hinter dem Wasserfall kann gesperrt oder nur eingeschränkt nutzbar sein. Gleichzeitig wirkt der Wasserfall ruhiger, oft auch wilder. Trittsicherheit und passende Schuhe sind dann wichtig.
Unabhängig von der Jahreszeit spielen Wind und Wetter eine große Rolle. Bei starkem Wind weht die Gischt weit über den Weg, was den Besuch schnell sehr nass machen kann. Bei ruhigem Wetter entstehen dagegen oft Regenbögen im Wassernebel – besonders bei tief stehender Sonne.
Wer den Seljalandsfoss möglichst entspannt erleben möchte, sollte früh morgens oder später am Abend kommen. Dann verteilt sich der Besuch besser, und der Ort wirkt weniger hektisch – auch in der Hauptsaison.
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