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Golden Circle Island: Sehenswürdigkeiten, Reiseroute und Tipps

Der Golden Circle ist eine der bekanntesten Routen in Island. Auf kurzer Strecke erlebst du Nationalpark, Geysire, Wasserfälle und Vulkankrater. Die Highlights liegen nah beieinander und lassen sich einfach kombinieren. Ideal für einen Tagesausflug ab Reykjavik oder als entspannter Start in eine Island-Rundreise – mit Mietwagen oder Camper. In diesem Beitrag findest du alle Highlights am Golden Circle, eine empfohlene Route und praktische Tipps für deine Reise.

Gullfoss Golden Circle Island
👤 Colin Kläy 

📅 21.02.2026

🕒 12 Minuten Lesezeit

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Die besten Stopps und Highlights am Golden Circle in Island entdecken

Der Golden Circle liegt im Südwesten von Island und gehört zu den meistbesuchten Regionen des Landes. Das hat einen guten Grund: Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands liegen hier nah beieinander. Dazu zählen der Þingvellir Nationalpark, der Strokkur Geysir im Haukadalur und der mächtige Wasserfall Gullfoss.

Die Route ist gut ausgebaut und leicht zu fahren. Die einzelnen Stopps sind überschaubar und lassen sich einfach miteinander verbinden. Genau das macht den Golden Circle ideal für eine erste Reise nach Island oder für Reisende mit wenig Zeit.

Auch für eine Rundreise eignet sich der Golden Circle sehr gut. Neben den klassischen Highlights lassen sich zusätzliche Stopps wie der blaue Brúarfoss, der Vulkankrater Kerið oder eine heiße Quelle entlang der Strecke einplanen. So bekommst du einen abwechslungsreichen Eindruck von Island – ohne lange Fahrzeiten.

Route & Karte – Golden Circle Route auf einen Blick

Der Golden Circle ist eine Rundroute im Südwesten von Island und startet in den meisten Fällen in der Hauptstadt Reykjavík. Die Strecke ist gut ausgebaut und einfach zu fahren. Da viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen, eignet sich die Route sowohl für einen kurzen Ausflug als auch für mehrere entspannte Tage.

Wichtige Fakten zur Golden-Circle-Route:

  • Streckenlänge: Je nach Abstechern etwa 230 bis 300 Kilometer. Die genaue Länge hängt davon ab, welche Stopps du einplanst und ob du kleine Umwege fährst.
  • Fahrzeit: Rund 4 bis 5 Stunden reine Fahrzeit. Diese Zeit verlängert sich schnell, da es unterwegs viele kurze Stopps, Fotopunkte und Spaziergänge gibt.
  • Start & Ziel: Meist Reykjavík, was den Golden Circle ideal für einen Tagesausflug oder als Start einer Rundreise macht.
  • Straßen: Die Route führt fast ausschließlich über asphaltierte Straßen und ist auch für Fahranfänger in Island gut geeignet.

Viele Reisebusse und geführte Touren fahren den Golden Circle an einem Tag. Das ist gut machbar, bedeutet aber oft wenig Zeit an den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Wer nur einen kurzen Überblick möchte, ist damit gut bedient.

Wenn du den Golden Circle jedoch wirklich erleben willst, solltest du 2 bis 3 Tage einplanen. So bleibt genug Zeit für Orte wie den Brúarfoss, den Vulkankrater Kerið oder eine Thermalquelle entlang der Route. Außerdem kannst du die Hauptzeiten vermeiden und Island deutlich entspannter entdecken – besonders mit Mietwagen oder Camper.

Auf der folgenden Google-Maps-Karte findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang des Golden Circle. Sie hilft dir bei einer einfachen und übersichtlichen Reiseplanung.

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Thingvellir Nationalpark – Geschichte, Kontinentalplatten und weite Landschaften

Der Þingvellir Nationalpark ist einer der wichtigsten Stopps am Golden Circle. Hier treffen Natur, Geschichte und Geologie direkt aufeinander. Der Park gehört zum UNESCO-Welterbe und lässt sich gut zu Fuß erkunden.

Besonders bekannt ist Þingvellir für die sichtbare Grenze zwischen zwei Kontinentalplatten. An mehreren Stellen kannst du durch Spalten und Schluchten laufen, die zeigen, wie sich die eurasische und die nordamerikanische Platte langsam voneinander entfernen. Dieses Naturphänomen ist auch ohne großes Vorwissen gut verständlich.

Neben der Landschaft spielt Þingvellir eine große Rolle in der Geschichte Islands. Bereits im Jahr 930 traf sich hier das erste isländische Parlament. Informationstafeln und das Besucherzentrum erklären diesen Hintergrund übersichtlich und gut nachvollziehbar.

Innerhalb des Nationalparks liegt auch der Öxarárfoss, ein kleiner Wasserfall, der sich gut in einen Rundgang integrieren lässt. Der kurze Weg dorthin ist leicht zu gehen und bietet schöne Ausblicke auf die Umgebung.

Für einen Besuch solltest du mindestens 2 bis 3 Stunden einplanen. Wer gerne wandert, findet mehrere gut ausgeschilderte Wege und Aussichtspunkte. Mit längeren Spaziergängen und Pausen lässt sich hier auch problemlos ein ganzer Tag verbringen.

Praktische Tipps für Þingvellir:

  • Das Parken ist kostenpflichtig und erfolgt über die Parka App.
  • Der Nationalpark ist das ganze Jahr über zugänglich und zu jeder Jahreszeit sehenswert.
  • Früh morgens oder am Abend ist es deutlich ruhiger als zur Hauptzeit.
  • Der Besuch ist auch bei wechselhaftem Wetter gut machbar, da viele Wege gut ausgebaut sind.

Brúarfoss – leuchtend blauer Wasserfall am Golden Circle

Der Brúarfoss zählt zu den bekanntesten Wasserfällen am Golden Circle. Besonders auffällig ist die intensiv blaue Farbe des Wassers, die sich deutlich von vielen anderen Flüssen in Island unterscheidet. Je nach Licht wirkt der Fluss fast türkis oder milchig blau.

Der Wasserfall ist kein klassischer, hoher Fall, sondern besteht aus mehreren kleinen Kaskaden, die sich über dunkle Felsen verteilen. Gerade diese Form macht den Brúarfoss sehr fotogen. Von der kleinen Brücke über den Fluss hast du einen guten Blick auf den Wasserfall und die leuchtend blaue Strömung.

Der offizielle Parkplatz liegt nur etwa 10 Gehminuten vom Wasserfall entfernt. Der kurze Weg ist gut ausgebaut und führt direkt zum Aussichtspunkt. Dadurch eignet sich der Brúarfoss auch gut als schneller Stopp zwischen zwei größeren Highlights. Das Parken ist kostenpflichtig und erfolgt über Parka.

Wer mehr Zeit hat und es ruhiger mag, sollte den Brúará Trail einplanen. Dieser startet an einem kostenlosen Wanderparkplatz (Link zu Google Maps) und folgt dem Fluss Brúará über etwa 3 Kilometer pro Richtung. Entlang des Weges kommst du an mehreren kleineren, aber sehr sehenswerten Wasserfällen vorbei. Hier sind deutlich weniger Besucher unterwegs als am direkten Zugang zum Brúarfoss.

Praktische Tipps für den Brúarfoss:

  • Das Parken ist kostenpflichtig und erfolgt über die Parka App.
  • Über den offiziellen Parkplatz ist ein kurzer Besuch möglich, der nur wenig Zeit in Anspruch nimmt.
  • Tipp: Brúará Trail für mehr Ruhe und Natur (im Winter nicht zu Empfehlen)

Geothermalgebiet Haukadalur – Der große Geysir, Strokkur, Dampf und brodelnde Erde

Das Geothermalgebiet Haukadalur gehört zu den bekanntesten Orten am Golden Circle. Hier erlebst du die geothermische Aktivität Islands aus nächster Nähe. Überall steigen Dampfschwaden auf, es riecht nach Schwefel und der Boden wirkt stellenweise richtig lebendig.

Der bekannteste Geysir im Gebiet ist der Strokkur. Er bricht etwa alle 5 bis 10 Minuten aus und schleudert dabei eine Wasserfontäne mehrere Meter in die Höhe. Das macht den Besuch besonders spannend, da du nie lange warten musst. Rund um den Geysir gibt es viel Platz, um das Naturschauspiel aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Der Große Geysir, nach dem alle Geysire weltweit benannt wurden, liegt ebenfalls im Haukadalur. Er ist heute nur noch selten aktiv, gehört aber trotzdem zum Gebiet dazu und zeigt gut, wie stark die Kräfte unter der Erde sind.

Die Wege im Geothermalgebiet sind gut angelegt und führen an verschiedenen heissen Quellen, blubbernden Löchern und Dampfaustritten vorbei. Für einen Rundgang solltest du mindestens 1-2 Stunden vorsehen, je nachdem, wie lange du beim Strokkur verweilst.

Praktische Tipps für Haukadalur:

  • Das Parken ist kostenpflichtig und erfolgt über die Parka App.
  • Das Geothermalgebiet ist das ganze Jahr über geöffnet und zu jeder Jahreszeit gut zugänglich.
  • Früh morgens oder am Abend ist es meist etwas ruhiger als zur Hauptzeit.
  • Toiletten und ein Souvenirshop befinden sich direkt vor Ort und sind leicht erreichbar.

Gullfoss – mächtiger Wasserfall mit gewaltigen Wassermassen

Der Gullfoss gehört zu den bekanntesten Wasserfällen in Island und ist eines der großen Highlights des Golden Circle. Schon vom Parkplatz aus hörst du das Rauschen des Wassers. Je näher du kommst, desto spektakulärer wird die Größe dieses Wasserfalls.

Der Fluss stürzt hier in zwei Stufen in eine tiefe Schlucht. Besonders bei hohem Wasserstand wirken die Wassermassen enorm. Bei Sonnenschein entstehen oft Regenbögen über dem Wasserfall, bei Wind spürst du die Gischt noch aus einiger Entfernung.

Entlang vom Gullfoss-Wasserfall gibt es mehrere Aussichtspunkte, die über gut ausgebaute Wege erreichbar sind. So kannst du den Wasserfall aus verschiedenen Perspektiven sehen – von oben, von der Seite und ganz nah am Rand der Schlucht. Für den Besuch solltest du etwa 1-2 Stunden einplanen, je nachdem, wie viel Zeit du dir für Fotos und Pausen nimmst.

Vom Gullfoss aus starten außerdem geführte Touren ins isländische Hochland. Diese führen meist in Richtung Langjökull-Gletscher oder in abgelegene Hochlandgebiete. Die Fahrten sind nur mit speziellen Allradfahrzeugen (4×4) möglich und können nicht mit normalen Mietwagen durchgeführt werden.

Praktische Tipps für den Gullfoss:

  • Kostenlose Parkplätze stehen direkt am Wasserfall zur Verfügung.
  • Der Gullfoss ist das ganze Jahr über gut erreichbar und zu jeder Jahreszeit sehenswert.
  • Wind- und wasserfeste Kleidung ist empfehlenswert, da Gischt und starker Wind häufig auftreten.
  • Direkt am Parkplatz gibt es ein Besucherzentrum mit Café und Toiletten, ideal für eine kurze Pause.

Kerið – Vulkankrater mit See und kurzer Rundweg

Der Kerið ist ein gut sichtbarer Vulkan-Krater entlang des Golden Circle. Im Inneren liegt ein kleiner See, dessen Farbe je nach Licht und Jahreszeit zwischen Blau und Grün wechselt.

Der Krater entstand vor mehreren tausend Jahren durch den Einsturz eines Vulkankegels. Im Gegensatz zu vielen anderen Kratern in Island sind die Hänge hier ungewöhnlich steil und klar ausgeprägt. Dadurch lässt sich die Form des Kraters besonders gut erkennen, auch ohne lange Wanderungen.

Ein kurzer Rundweg führt einmal um den Kraterrand und bietet schöne Ausblicke in den Krater und auf die umliegende Landschaft. Wer möchte, kann über einen schmalen Pfad auch bis zum See hinuntergehen. Für den gesamten Besuch solltest du rund eine Stunde einrechnen.

Praktische Tipps für Kerið:

  • Der Eintritt ist kostenpflichtig und wird direkt vor Ort bezahlt.
  • Parkplätze liegen direkt am Krater und sind leicht erreichbar.
  • Auch im Winter ist Kerið zugänglich, bei Schnee und Eis kann es jedoch rutschig sein.

Secret Lagoon – entspannen in einer heißen Quelle

Die Secret Lagoon liegt im Ort Flúðir und ist eine der ältesten heißen Quellen in Island. Sie eignet sich gut als ruhiger Abschluss nach einem Tag entlang des Golden Circle. Im Vergleich zu anderen Thermalbädern ist sie deutlich einfacher gehalten und wirkt weniger touristisch, obwohl auch hier viel los sein kann.

Das warme Wasser stammt aus natürlichen heißen Quellen und hat das ganze Jahr über eine angenehme Temperatur. Rund um das Becken siehst du kleine Geysire und dampfende Stellen, die zeigen, wie aktiv die Erde hier ist. Gerade bei kühlerem Wetter ist das Baden besonders angenehm.

Für den Besuch solltest du 1 bis 2 Stunden planen. Das reicht zum Entspannen und um den Rundweg um das Becken zu gehen. Die Atmosphäre ist ruhig, viele bleiben länger im Wasser und genießen einfach die Wärme.

Praktische Tipps für die Secret Lagoon:

  • Der Eintritt ist kostenpflichtig und wird direkt vor Ort bezahlt.
  • Die Anlage ist das ganze Jahr über geöffnet
  • Umkleiden, Duschen und Schließfächer sind vorhanden
  • Abends und in der Nebensaison ist es oft entspannter

Golden Circle Tour – Mietwagen oder organisierte Tour?

Der Golden Circle lässt sich entweder auf eigene Faust oder im Rahmen einer geführten Tour erkunden. Beide Varianten haben ihre Vorteile.

Geführte Touren starten meist in Reykjavík und fahren die bekanntesten Stopps an einem Tag an. Das ist bequem, da du dich um nichts kümmern musst. Der Nachteil: Es bleibt oft wenig Zeit an den einzelnen Sehenswürdigkeiten, und der Tagesablauf ist fest vorgegeben.

Mit einem Mietwagen bist du deutlich flexibler unterwegs. Du entscheidest selbst, wann du startest, wie lange du an den einzelnen Stopps bleibst und ob du zusätzliche Sehenswürdigkeiten einbaust. Besonders früh morgens oder am Abend ist das ein großer Vorteil, da es dann spürbar ruhiger ist. Am entspanntesten lässt sich der Golden Circle erleben, wenn du1 bis 2 Nächte entlang der Route vorsiehst.

Wer mehr als nur einen schnellen Überblick möchte, ist mit dem eigenen Fahrzeug klar im Vorteil. So lässt sich der Golden Circle entspannter erleben und besser in eine Rundreise integrieren.

Camper & Roadtrip-Tipps für den Golden Circle

Der Golden Circle eignet sich sehr gut für einen Roadtrip mit dem Camper. Die Straßen sind gut ausgebaut, die Distanzen kurz und alle wichtigen Stopps problemlos erreichbar. Gerade für Reisende, die Island in einem ruhigen Tempo entdecken möchten, ist die Route ideal.

Entlang des Golden Circle gibt es mehrere gut ausgestattete Campingplätze, zum Beispiel in der Nähe von Þingvellir, in Laugarvatn oder bei Flúðir. Diese Plätze bieten in der Regel Stromanschlüsse, Sanitäranlagen und teilweise auch Gemeinschaftsküchen. Da Wildcampen in Island nicht erlaubt ist, solltest du immer auf offizielle Campingplätze ausweichen.

Auch im Winter gibt es rund um den Golden Circle geöffnete Campingmöglichkeiten, meist mit eingeschränktem Angebot. Wichtig ist, sich vorab zu informieren, welche Plätze geöffnet sind.

Mit dem Camper kannst du die Route gut auf 2 bis 3 Tage verteilen. So bleibt Zeit für Spaziergänge, Fotostopps oder einen Besuch in einer heißen Quelle. Besonders angenehm ist es, früh morgens oder am Abend unterwegs zu sein, wenn die meisten Tagesgäste bereits weitergefahren sind.

Ein normaler Camper reicht für den Golden Circle völlig aus. Allrad ist nicht notwendig, solange du auf den offiziellen Straßen bleibst. Hochlandpisten sind ein eigenes Thema und nur mit 4×4-Fahrzeugen erlaubt.

CAMP EASY – Camper mieten in Island, ganz einfach.

Fazit – Lohnt sich Islands Golden Circle?

Der Golden Circle bietet einen sehr guten Einstieg in Island. Auf kurzer Strecke erlebst du Nationalpark, Geysire, Wasserfälle, Vulkan-Krater und Thermalquellen. Die Route ist leicht zu fahren und lässt sich flexibel anpassen – egal ob als Tagesausflug oder verteilt auf mehrere Tage.

Wer nur wenig Zeit hat, bekommt hier einen schnellen Überblick über einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Noch entspannter wird es, wenn du dir mehr Zeit nimmst und den Golden Circle mit Mietwagen oder Camper erkundest. So lassen sich auch ruhigere Stopps und Randzeiten gut nutzen.

Der Golden Circle passt sowohl zu einer kurzen Reise als auch als Startpunkt für eine längere Island-Rundreise. Besonders in Kombination mit der Südküste oder weiteren Regionen im Südwesten ergibt sich eine abwechslungsreiche und gut planbare Route.

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