Nationalpark Skaftafell: Wasserfälle, Gletscher und Aussichtspunkte
Skaftafell liegt im Südosten von Island, direkt an der Ringstraße (Route 1), zwischen Vík und Höfn. Das Gebiet gehört heute zum Vatnajökull-Nationalpark. Es war ursprünglich ein eigenständiger Nationalpark, der im September 1967 gegründet und später in den größeren Vatnajökull-Nationalpark integriert wurde.
Die Landschaft rund um Skaftafell ist geprägt von Eis und Wasser. Gletscherflüsse wie Morsá und Skaftafellsá führen Schmelzwasser aus dem Vatnajökull und formen die Gletscherlagune davor. Gleichzeitig ist die Vegetation hier dichter als in vielen anderen Regionen Islands, was Wanderungen abwechslungsreich macht.
Skaftafell zählt zu den am besten erschlossenen Naturgebieten an der Südküste von Island. Viele Wanderungen und Aussichtspunkte liegen nah beieinander und lassen sich ohne lange Anfahrten erreichen.
Für Besucher bietet das Gebiet viel Abwechslung auf engem Raum. Zu den wichtigsten Highlights gehören:
- der Svartifoss mit seinen markanten Basaltsäulen
- die gut erreichbare Gletscherzunge des Skaftafellsjökull
- mehrere Aussichtspunkte mit Blick auf Gletscher, Lagunen und Ebenen
- gut markierte Wanderwege ab dem Besucherzentrum
Dank der Lage an der Ringstraße eignet sich Skaftafell sowohl für einen kurzen Stopp als auch für ein bis zwei volle Tage. Viele bekannte Ziele lassen sich direkt vor Ort gut kombinieren.
Wanderungen im Skaftafell-Nationalpark – zwischen Gletscher und Wasserfall
Viele Besucher auf einer Island Reise beschränken sich in Skaftafell auf einen kurzen Spaziergang zur Lagune nahe der Gletscherzunge. Dieser Bereich ist schnell erreichbar und bietet einen ersten Blick auf das Eis, zeigt aber nur einen kleinen Teil dessen, was das Gebiet ausmacht.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte jedoch unbedingt eine längere Wanderung im Nationalpark einplanen. Besonders empfehlenswert ist die Rundtour, die direkt vom Besucherzentrum aus zum Wasserfall Svartifoss führt und anschließend über mehrere Aussichtspunkte mit Blick auf den Gletscher zurückverläuft. Der Weg verläuft auf gut ausgebauten Wanderwegen und lässt sich ohne alpine Erfahrung gehen. Für die komplette Runde sollten rund drei Stunden eingeplant werden, je nach Pausen und Abstechern. Einen Link zur Wanderung findest du hier bei AllTrails.
Bis zum Svartifoss ist meist mit vielen Besuchern zu rechnen, besonders in den Sommermonaten. Der Wasserfall zählt zu den bekanntesten Zielen im Skaftafell-Gebiet und ist entsprechend frequentiert. Sobald man den Svartifoss hinter sich lässt und den Rundweg fortsetzt, wird es jedoch spürbar ruhiger. Die Wege führen dann höher hinauf zu Aussichtspunkten mit weitem Blick über die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull, die Ebenen der Gletscherflüsse und bei guter Sicht bis weit ins Umland.
Gerade dieser ruhigere Teil der Wanderung macht den Reiz der Route aus. Der Wechsel zwischen Wasserfällen, bewachsenen Hängen und offenen Ausblicken auf Eis und Gletscherzungen zeigt die landschaftliche Vielfalt von Skaftafell besonders gut. Wer nicht nur einen kurzen Stopp einlegen möchte, sondern das Gebiet wirklich erleben will, ist auf dieser Rundtour genau richtig.
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Wasserfälle in Skaftafell – Svartifoss und Hundafoss
Zu den bekanntesten Zielen in Skaftafell zählen die Wasserfälle entlang der gut ausgebauten Wanderwege ab dem Besucherzentrum. Am meisten besucht ist der Svartifoss, der für seine markanten Basaltsäulen bekannt ist. Der Wasserfall liegt an einem Hang oberhalb des Tals und wird über einen breiten, gut markierten Wanderweg erreicht. Gerade dieser Abschnitt ist häufig stark frequentiert, besonders zur Hauptsaison.
Die Basaltsäulen rund um den Svartifoss sind das Ergebnis langsamer Abkühlung von Lava und geben dem Wasserfall sein charakteristisches Erscheinungsbild. Der kurze Aufstieg lohnt sich vor allem wegen der besonderen Geologie und der guten Einbettung in die umgebende Landschaft.
Auf dem Weg zum Svartifoss führt der Wanderweg direkt am Hundafoss vorbei. Er liegt etwas tiefer im Tal und wird oft nur kurz wahrgenommen, da der Fokus vieler Besucher auf dem Svartifoss liegt. Ein kurzer Halt lohnt sich dennoch, da sich der Wasserfall gut in die Umgebung einfügt und meist deutlich ruhiger ist.
Svartifoss und Hundafoss lassen sich ohne Umwege in die Rundwanderung ab dem Besucherzentrum integrieren und sind fester Bestandteil der beliebten Tour durch das Gebiet.
Skaftafellsjökull & Vatnajökull – Der grösste Gletscher in Island
Der Skaftafellsjökull ist eine der gut sichtbaren Gletscherzungen des Vatnajökull und prägt das Landschaftsbild rund um Skaftafell. Er reicht vom Eisschild nach Süden und hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgezogen. Moränen, freiliegende Felsflächen und kleine Lagunen machen diese Veränderung gut nachvollziehbar.
Entlang der Wanderwege gibt es mehrere Aussichtspunkte mit Blick auf die Gletscherzunge. Von hier zeigt sich der Kontrast zwischen Eis, dunklem Gestein und den Ebenen der Gletscherflüsse besonders klar. Je nach Jahreszeit treiben kleinere Eisberge in den Lagunen vor dem Gletscher.
Der Vatnajökull ist der größte Gletscher Europas und bedeckt einen großen Teil Südostislands. Von ihm gehen zahlreiche Gletscherzungen aus, darunter auch der Skaftafellsjökull. Diese Zungen reagieren besonders sensibel auf Temperaturveränderungen, weshalb sich die Landschaft rund um Skaftafell stetig verändert. Informationstafeln entlang der Wege erklären die Entwicklung und helfen, Entfernungen früherer Gletscherstände einzuordnen.
Direktes Betreten des Gletschers ist ohne Ausrüstung und Erfahrung nicht möglich und auch nicht erlaubt. Gletscherwanderungen werden ausschließlich mit zertifizierten Guides angeboten und starten in der Regel außerhalb des direkten Wandergebiets. Für die meisten Besucher reicht jedoch der Blick von den Aussichtspunkten aus, um die Dimensionen der Eismassen und ihre Wirkung auf die Landschaft zu verstehen.
Parking, Besucherzentrum & geführte Gletschertour
Der zentrale Ausgangspunkt für Besuche in Skaftafell ist das Skaftafell Visitor Centre. Hier befinden sich die wichtigsten Parkplätze, Infotafeln, Toiletten und der Zugang zu den markierten Wanderwegen. Vom Parkplatz starten sowohl die kurze Runde zur Lagune als auch die längeren Wanderungen zum Svartifoss, zu Aussichtspunkten und in Richtung Gletscher.
Die Parkplätze sind kostenpflichtig und werden vor allem in den Sommermonaten stark genutzt. Früh am Morgen oder am späteren Nachmittag ist es meist deutlich entspannter. Das Besucherzentrum eignet sich gut, um sich vor einer Wanderung kurz über Wetter, Wegzustand und empfohlene Routen zu informieren.
Neben individuellen Wanderungen werden in Skaftafell auch geführte Gletschertouren angeboten. Diese führen in der Regel auf Gletscherzungen des Vatnajökull und ermöglichen einen sicheren Zugang zum Eis. Die Touren werden von zertifizierten Guides durchgeführt und starten meist beim Besucherzentrum. Ohne Führung ist das Betreten der Gletscher nicht erlaubt.
Wer unabhängig unterwegs ist, profitiert vor Ort von der klaren Struktur des Gebiets. Parken, Orientierung und der Einstieg in die Wanderungen sind einfach organisiert und ohne lange Wege verbunden.
Campingplatz Skaftafell – Übernachten direkt an den Wanderwegen
Der Campingplatz in Skaftafell zählt zu den größten Campingplätzen in ganz Island und ist ganzjährig geöffnet – auch im Winter. Er liegt direkt neben dem Skaftafell-Besucherzentrum und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark. Viele Wege starten unmittelbar beim Platz, darunter auch die Routen zum Svartifoss, zu Aussichtspunkten und in Richtung Gletscher.
Der Platz ist gut ausgestattet und bietet Sanitäranlagen, Waschmöglichkeiten und eine klare Organisation. Durch die Größe verteilt sich der Andrang meist gut, auch wenn Skaftafell in der Hauptsaison stark besucht ist. Wer hier übernachtet, spart sich zudem die Parkgebühren am Besucherzentrum und kann Wanderungen früh am Morgen oder später am Tag beginnen, wenn es ruhiger ist.
Für Camper und Vanreisende ist die Lage für eine Island Reise besonders praktisch. Die direkte Anbindung an die Ringstraße erleichtert die Weiterfahrt entlang der Südküste, etwa in Richtung Höfn oder zurück nach Vík.
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