Phare d’Eckmühl

März 22, 2025

An der rauen Küste der Bretagne erhebt sich einer der bekanntesten Leuchttürme Frankreichs: der Phare d’Eckmühl. Mit einer Höhe von 65 Metern zählt er zu den höchsten Leuchttürmen Europas und ist eine beeindruckende Sehenswürdigkeit im Département Finistère. Wenn du mit dem Wohnmobil in der Bretagne unterwegs bist lohnt es sich definitiv hier vorbeizuschauen um einen Blick auf den Leuchtturm von Eckmühl zu werfen. Während der Saison ist der Leuchtturm zugänglich und man kann für rund 4 Euro die 307 Stufen bis zur Spitze erklimmen, wo man mit einem herrlichen Blick über die Bucht von Audierne und die Pointe de Penmarc’h belohnt. Vor Ort gibt es einen Parkplatz, der auch für grosse Wohnmobile geeignet ist. [Link zu Google Maps]

Allerdings solltest du unbedingt die Öffnungszeiten beachten, denn als ich den Leuchtturm Ende November unter der Woche besuchen wollte, war er leider geschlossen. Das war natürlich etwas enttäuschend, aber umso wichtiger ist es, sich vorher zu informieren, damit du den Aufstieg nicht verpasst! Die gesamte Umgebung wirkte zu dieser Zeit fast ausgestorben – kaum Menschen auf den Straßen, geschlossene Cafés und eine generell ruhige, fast mystische Atmosphäre, was jedoch auch irgendwie seinen Reiz hatte.

Die Geschichte des Phare d’Eckmühl

Die bretonische Küste galt lange als gefährlich für Seefahrer. Bereits 1835 wurde hier ein erster Leuchtturm errichtet, doch er erwies sich als zu schwach für die rauen Bedingungen. Schließlich wurde der heutige Phare d’Eckmühl 1897 in Betrieb genommen und ist mit seinen 65m einer der höchsten Leuchttürme Europas. Sein Bau wurde durch eine großzügige Spende der Marquise de Blocqueville ermöglicht, die den Leuchtturm ihrem Vater, dem Prinz von Eckmühl, widmete – daher der besondere Name.

Der Turm wurde aus Kersanton-Granit errichtet, einem besonders widerstandsfähigen Stein aus der Region, der den harschen Wetterbedingungen der Bretagne trotzt. Auch im Inneren soll der Leuchtturm ganz schön sein. Hier führt eine spiralförmige Treppe über 307 Stufen elegant nach oben zur Plattform. Die Innenwand des Treppenhauses ist mit Opalglas besetzt, was sicherlich ein schönes Fotomotiv gewesen wäre. Im Inneren gibt es eine kleine Ausstellung, welche die Besucher über die technische Entwicklung, die Geschichte des Phare d’Eckmühl und seine Bedeutung für die Schifffahrt in dieser Region informiert. Wer den Aufstieg schafft, wird mit einer spektakulären Aussicht belohnt, die bei gutem Wetter bis zu den Îles de Glénan reicht.

Ein Spaziergang zur Chapelle Notre Dame de la Joie

Da der Leuchtturm geschlossen war entschied ich mich die Gegend dafür noch etwas zu Fuss zu erkunden. Nicht weit vom Phare d’Eckmühl entfernt befindet sich die kleine, aber geschichtsträchtige Chapelle Notre Dame de la Joie. Diese bretonische Kapelle wurde bereits im 15. Jahrhundert errichtet und diente einst als Gebetsort für Fischer, die vor der gefährlichen Küste Schutz und göttlichen Beistand erhofften.

Die Kapelle zeichnet sich durch ihre schlichte, aber eindrucksvolle Architektur aus. Ihre massiven Granitmauern trotzen seit Jahrhunderten dem rauen Atlantikklima. Im Inneren erwarten dich farbenfrohe Glasfenster, die biblische Szenen darstellen, sowie eine Statue der Jungfrau Maria, die den Fischern einst als Schutzpatronin diente. 

Vom Phare d’Eckmühl aus kannst du gut zu Fuss zur Chapelle Notre Dame de la Joie gehen und siehst dabei noch etwas von der Küste. Die Kapelle war bei meinem Besuch offen und frei zugänglich. Hier kann man einen Moment innehalten und die raue Schönheit der bretonischen Küste in vollen Zügen genießen. Gerade in der Nebensaison, wenn die Touristenströme abflachen, fühlt man sich hier fast allein mit der Natur – eine wunderbare Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und die besondere Atmosphäre dieses Ortes auf sich wirken zu lassen.

Mit dem Wohnmobil durch die Region Penmarc’h

Die Region um den Phare d’Eckmühl ist ein wunderbares Ziel für einen Roadtrip entlang der bretonischen Küste. Die Straßen führen vorbei an rauen Klippen, idyllischen Stränden und charmanten Dörfern, die den typisch bretonischen Charakter ausstrahlen. Es gibt einige Stellplätze in der Nähe des Leuchtturms, zum Beispiel in Saint-Pierre oder an der Plage de Pors-Carn, wo du an schöner Lage übernachten kannst.

Neben dem Phare d’Eckmühl gibt es in der Umgebung noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Ein Abstecher zur Pointe de la Torche lohnt sich besonders für Naturliebhaber und Surfer – hier treffen sich Wellenreiter aus ganz Frankreich. Ein weiteres Highlight ist die Chapelle de Tronoën, eine der ältesten Kapellen der Bretagne, die mit ihrem beeindruckenden Kalvarienberg ein echtes Kunstwerk ist. Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, kann auch das Musée de la Préhistoire in Penmarc’h besuchen, das spannende Einblicke in die frühzeitliche Besiedlung der Bretagne gibt.

Strand in der Bretagne

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